Urdorf

Der Schäflibach soll erlebbar und sicherer gemacht werden

Beim Schäflibach sollen in den kommenden Jahren alle Bachdurchlässe sukzessive vergrössert werden, um die Hochwassergefahr zu bannen.

Beim Schäflibach sollen in den kommenden Jahren alle Bachdurchlässe sukzessive vergrössert werden, um die Hochwassergefahr zu bannen.

Nebst dem Muulaffeplatz, der gestalterisch neu aufgewertet werden soll, erfährt nun auch der Schäflibach Änderungen. Die Überlegungen zur Sicherheit bezüglich des Hochwassers des Schäflibachs sind der eigentliche Auslöser des Projekts.

Der Muulaffeplatz hats in sich: Er stellt den Dorfkern des alten Oberurdorf dar und ist heute auch Begegnungs-, Veranstaltungs- und Einkaufsort. Nachdem die landwirtschaftliche Genossenschaft Florahof die Umgebung ihres den Platz halb umsäumenden Gebäudes auf Vordermann gebracht hat (Limmattaler Zeitung vom 23.5.2013), wird nun auch die Gemeinde aktiv.

Seit 15 Jahren diskutiere man darüber, den Platz aufzuwerten, erklärt Gemeindeschreiber Urs Keller. Nun habe der Gemeinderat ein Vorprojekt verabschiedet, das den Platz gestalterisch aufwerten soll.

Den Bach erleben

Mit in die Überlegungen des Gemeinderats ist auch die Sicherheit bezüglich Hochwasser des den Platz unterquerenden Schäflibachs eingeflossen. Sie sind der eigentliche Auslöser des Projekts.

Dabei soll aber die Sinnlichkeit nicht zu kurz kommen. «Der Gemeinderat möchte die Erlebbarkeit des Bachs fördern, zum Beispiel mit einer Abtreppung zum Bach hinunter in der Nähe des Muulaffeplatzes», erklärt Franz Wipfli, Bereichsleiter Liegenschaften und technische Betriebe. «Das sind Ideen, die wir in konkrete Projekte einbringen müssen.»

Eine weitere Idee ist, die Fahrfläche auf dem Muulaffeplatz zu reduzieren, zum Beispiel mit dem Platzieren von Bäumen. Trotzdem soll auf dem Platz weiterhin der Markt durchgeführt werden können. «Das primäre Ziel ist, die gestalterische Aufwertung zu realisieren und gleichzeitig die Verkehrsführung für den Detailhändler und die Bank aufrecht zu erhalten», sagt Wipfli.

«Betoncharakter bleibt»

Dies könnte laut Gemeindeschreiber Urs Keller folgendermassen aussehen: Die obere Bachstrasse wird im Einbahnverkehr geführt und die Bachstrasse, Abschnitt Muulaffeplatz bis Birmensdorferstrasse wird geschlossen. Dies werde zurzeit zumindest in Betracht gezogen.

Das Vorprojekt für den Schäflibach wurde nach Erstellen der Gefahrenkarte 2010 erarbeitet. Das Ziel sei, so Wipfli, dass alle Bachdurchlässe sukzessive vergrössert werden. «Es ist grosser Handlungsbedarf vorhanden.» Es stelle sich die Frage, wie im erwähnten Bereich Brücken und Bachdurchlässe zu gestalten sind, damit das Wasser besser durchfliessen kann. Diese Überlegungen würden zu einem Gestaltungskonzept für die Strecke entlang der Bachstrasse führen, inklusive Muulaffeplatz.

Es sei jedoch nicht so, dass der Schäflibach nach der Umgestaltung komplett anders aussehen werde. So wird er kaum in die Breite wachsen und eine Renaturierung ist der engen Platzverhältnisse wegen nicht möglich. «Der Betoncharakter wird zu einem grossen Teil bestehen bleiben», sagt Wipfli über das Gewässer, das in diesem Bereich in einer Art Betonschale fliesst.

Drei Etappen

Das Gestaltungskonzept wird in drei Etappen umgesetzt. Mit der ersten werde man 2014 loslegen können, wenn alles funktioniere, blickt Wipfli voraus. Die weiteren Etappen werden in den Folgejahren realisiert. Die Gemeinde kann mit Beiträgen von Bund und Kanton an die Kosten rechnen. Die Höhe der Beiträge sei derzeit jedoch noch nicht bekannt, so Wipfli.

Am vergangenen Wochenende hatte der Schäflibach übrigens keine Mühe, die Wassermassen zu schlucken. Er blieb, wie die anderen Urdorfer Bäche, brav in seinem Bett.

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