Weiningen

Der Saal, in dem sie Versteckis gespielt hat, geht nach 40 Jahren wieder auf

Während 12 Wochen wurde der Saal des Restaurants Linde in Weiningen renoviert. Mit der Limmattaler Band Steinacker wurde nun die Wiedereröffnung gefeiert.

Ruth Haug-Eggenberger, die Frau von Gemeindepräsident Hanspeter Haug, erinnert sich noch gut an die alten Zeiten: «Als junge Turnerin habe ich 1969 beim Chränzli noch in diesem Saal geturnt.» Und Tildy Schwarz kam sogar extra von Altstetten nach Weiningen, um sich die Aufführungen des dramatischen Theatervereins anzusehen. Damals wurden im «Linden»-Saal auch Hochzeiten gefeiert. Doch dann herrschte 40 Jahre Eiszeit – im wörtlichen Sinn: Denn bis vor ein paar Wochen stand eine begehbare Gefrierzelle des Restaurants Linde im Saal.

«Die genauen Gründe, wieso meine Eltern den Saal nicht mehr nutzten, weiss ich nicht», sagt Maya Grossmann-Rüedi. Als die Tochter von Andreas Rüedi im Frühjahr 2013 den Betrieb übernahm, stand schnell fest, dass dieser Saal zu neuem Leben erweckt werden musste. «In diesem Saal stecken viele Kindheitserinnerungen. Da haben wir Versteckis oder Fangis gespielt», erinnert sich Grossmann-Rüedi weiter.

Schon bald machten sich Handwerker an die Arbeit und liessen den Saal in neuem Glanz erstrahlen. «Es gab viel Arbeit in der kurzen Zeit. Doch jetzt bin ich richtig happy», meint Grossmann-Rüedi weiter. Tränen seien geflossen und Gänsehaut hätte sich breitgemacht, als sie das erste Mal nach dem Umbau im Saal gestanden habe.

Mit gutem Essen aus der «Linden»-Küche und der Limmattaler Band Steinacker wurde der Saal nun auch dem Publikum vorgeführt. Sängerin Simi Haug nutzte den Heimvorteil und brachte das versammelte Publikum mit «Son of a Preacherman» zum Tanzen. Ob der Titel an die alten Zeiten Weiningens erinnern sollte, wo ein Pfarrer noch eine angesehene Respektsperson war, liess sich nicht restlos klären. «Der Titel hat einfach ein grooviges Intro und so konnten wir das Konzert ideal lancieren», lachte Haug.

In Zukunft werden im «Linde»-Saal regelmässig Events durchgeführt. «Von Weindegustation bis hin zu einem Lotto – es schwirren ganz viele Ideen durch meinen Kopf», verriet Grossmann-Rüedi.

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