Wo verstecken sich die Goldschweinchen? Diese Frage stellten sich gestern Goldsucher in der Deutschschweiz und im Tessin.

In Dietikon erwies sich die Suche jedoch als besonders knifflig. Dabei gab Euromillions, die gestern zu ihrem zehnjährigen Bestehen die Goldschweinchen versteckt hatte, klare Hinweise: Das Eine befinde sich dort, wo gerade Fotos von über 80 Jahrgängen ausgestellt seien. Das Andere an dem Ort, der seinen Namen einer Steinfabrik verdanke. Nicht nur alt eingesessene Dietiker fanden heraus, dass es sich erstens um das Ortsmuseum handeln muss und zweitens um den Marmorweiher.

Während nach dem Mittag fast alle der insgesamt 200 versteckten Schweinchen gefunden worden sind, hielten sich die zwei letzten in Dietikon noch immer verborgen.

Nithu Niranjan war mit seiner Familie aus Zürich angereist. Dort waren sie dem Schwein zwar auf der Spur, allerdings hatten sie Pech: Jemand schnappte es ihnen direkt vor der Nase weg. Mehr Erfolg erhofften sie sich nun beim Ortsmuseum in Dietikon. Immerhin konnten 5, 10, 25 oder 250 Gramm Gold gewonnen werden. Dafür brauchte man lediglich einen Gewinncode, der in den Schweinchen lag.

Marianne Hochstrasser kam eigens aus Niederlenz. Zuvor war sie in Schlieren unterwegs gewesen. «Verrückt», sagte sie. Einige Goldsucher seien dort sogar in die Gebüsche hineingekrochen.

Vom Goldfieber gepackt schien auch beim Ortsmuseum so mancher: Jeder Stein wurde umgedreht, in jede Ecke gespäht. Ein Mann durchpflügte die Gebüsche mit einem Stock. Es half nicht. Auch um den Marmorweiher herum suchte man eifrig – ein junges Elternpaar seit neun Uhr morgens. Zuvor waren sie jedoch in Urdorf und in Schlieren gewesen. Beim Spital hätten sie gesehen, wie jemand das Schwein gefunden habe – im Gebüsch vor der Betonsäule.

Plötzlich näherten sich zwei junge Erwachsene. Sie schienen es besonders eilig zu haben. Soeben hätten sie einen Geheimtipp erhalten. Und woher denn?

Auf Facebook wurde ein Tipp veröffentlicht: Das Schweinchen verstecke sich bei der Bushaltestelle. Also nichts wie hin. Dort angekommen, suchten bereits andere Leute. Doch auch sie fanden nichts. Erst um 17 Uhr vermeldete Euromillions: «Alle Goldschweinchen wurden gefunden.»