Urdorf

Der oberste Stiereschränzer: er ist mit der Gugge aufgewachsen

Philipp Dürr spielte früher Pauke und heute Trompete.

Philipp Dürr spielte früher Pauke und heute Trompete.

Philip Dürr ist Präsident der Urdorfer Stiereschränzer. Er ist mit der Gugge aufgewachsen.

«Die Passion für Guggenmusik wurde mir in die Wiege gelegt», sagt Philip Dürr. Er ist Präsident der Urdorfer Stiereschränzer und Guggenmusikant durch und durch. Mit sechs Jahren besuchte Dürr zum ersten Mal einen Umzug der Stiereschränzer. Sein Stiefvater – der bald sein 40-jähriges Jubiläum beim Verein feiert – nahm ihn damals mit. Danach begann er, sich mehr für den Verein zu engagieren, und seit der Saison 2004/05 ist er fester Bestandteil der Guggenmusik. Zuerst spielte er Pauke, danach wechselte er das Instrument mehrmals. Heute trägt er mit der Trompete zur farbenfrohen Musik der Gugge bei.

Das Repertoire der Stiereschränzer umfasst wie jedes Jahr ungefähr 20 Stücke. In den ersten zwei Proben dieser Saison, die Ende August 2019 begonnen hatte, wurden diese Stücke wieder aufgefrischt. «Zudem studieren wir wie jede Fasnachtssaison zwei neue Lieder ein», sagt Dürr. Die Musiker treffen sich wöchentlich zu einer zweistündigen Probe und verreisten Ende 2019 an ein Probewochenende in eine Berghütte.

Das durchmischte Alter ist speziell für eine Gugge

Für Dürr sind die Stiereschränzer, die seit 1976 existieren, eine klassische Guggenmusik. «Wir sind ein bunter, lustiger Haufen, der gute Stimmung verbreiten will», sagt der 30-Jährige. Die Altersdurchmischung der Mitglieder trage viel dazu bei. «Dass bei uns von 19 bis 65 alle Altersgruppen vertreten sind, ist speziell», erzählt er. Viele Guggen würden nur noch aus jungen Mitgliedern bestehen. Wie die meisten Mitglieder der Stiereschränzer lebt auch Dürr in Urdorf. Derzeit spielen knapp 30 Leute in der Gugge. Der Mitgliederbestand sei seit zwei Jahren rückläufig. «Optimal wären ungefähr 35 Leute», sagt Dürr.

Wie in den Jahren zuvor ist für die Stiereschränzer der Höhepunkt ihrer Fasnachtssaison der Urdorfer Schränzerball. Er wird von Dürr und anderen Vereinsmitgliedern organisiert und soll neben der Urdorfer Fasnacht auch zur feierlichen Stimmung beitragen. Dieses Jahr findet der Ball zum zehnten Mal statt. Zum Jubiläum soll er grösser werden als in den Jahren zuvor. Neben dem Embrisaal, in dem die Veranstaltung seit Jahren stattfindet, stellen die Stiereschränzer ein beheiztes Festzelt auf. Am 1. Februar werden sechs verschiedene Guggenmusiken auf beiden Bühnen für Stimmung sorgen. Zusätzlich tritt im Embrisaal ein DJ und im Festzelt ein Ländlertrio auf.

Der Ball steht unter dem Motto: «Zäme stömer, zäme gömer». Die Kostüme der Stiereschränzer seien den Wikingern nachempfunden, erzählt Dürr. Auch die Dekoration im Embrisaal ist in diesem Thema gehalten. Im Saal sollen Schilder, Schwerter und ein überdimensionaler Wikingerhelm aufgehängt werden. Dürr sagt zum Anlass, der um 19 Uhr beginnen wird: «Wir wollen an diesem Abend die Fetzen fliegen lassen und geile Musik machen.»

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