Die Geschichte des Neujahrslaufs ist eine bewegte. 1965 fand die Premiere statt – auf der Allmend Brunau in Zürich. Der erste Samstag des noch jungen Jahres als Austragungsdatum führte zum Namen Zürcher Neujahrslauf. Dahinter stand die Wehrsportgruppe UOV Zürich. Martin Fatzer war die treibende Kraft dahinter. Nach 13 Austragungen erteilte die Stadt die Bewilligung nicht mehr. Der Neujahrslauf fand nicht mehr statt.

Vergessen und ad acta gelegt war er indes nicht. Am 11. Januar 1981 erfolgte die Neulancierung – diesmal beim Zoo und der Hochschulsportanlage. Um eine Dauerlösung handelte es sich allerdings nicht. Fatzer, damals wohnhaft in Geroldswil, und der Dietiker Leo Hunger waren die treibenden Kräfte für den Umzug nach Dietikon mit der Stadthalle als Wettkampfzentrum. Seit der Premiere 1983 gehört der Klassiker – er wurde erst vor fünf Jahren in Dietiker Neujahrslauf umbenannt – zum Züri-Lauf-Cup. Und er profilierte sich als eine der grössten Veranstaltung der Serie. 1700 Läuferinnen und Läufer sorgten 2007 bei der 40. Austragung für den Spitzenwert.

600 Schüler – ein Traumwert

Die langjährigen Organisatoren um Martin Fatzer übergaben auf 2013 die Organisation in die Hände einer Crew aus Mitgliedern des LC Regensdorf unter Primus Greile. Diese begann gezielt auf die Jugend zu setzen. Vor allem Sportlehrerin Arlette Meier-Hunger nutzte den Draht zur Schule und zur Stadt. Die Einführung eines Klassenwettbewerbs hat sich als äusserst erfolgreich erwiesen.

Dank diesem Gefäss werden diesen Samstag rund 600 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 9. Klasse an den Start gehen – etwa jeder vierte Dietiker Schüler also. Dieser Anteil an Kindern und Jugendlichen ist weitherum einzigartig. Möglich macht ihn das Engagement der Organisatoren, aber ebenso die Unterstützung durch die Stadt Dietikon. So konnte Meier-Hunger zusammen mit dem Stadtpräsidenten vor der diesjährigen Austragung an der Schulleiterkonferenz auftreten und werben. «Unsere Nachfolger machen es gut», sagt Fatzer. Er wird auch in diesem Jahr dabei sein: als «Helfer, den man überall einsetzen kann».

Der Schnee – die Unbekannte

Eine Unbekannte dürfte bis (fast) zuletzt in diesem Jahr das Wetter darstellen, genauer der Schnee. «Schnee gehört zum Januar und so lange es kein Eis hat, ist es nicht so schlimm», sagen die Organisatoren. Zusätzlich gefordert sein könnten sie in den letzten Stunden vor dem Lauf dennoch: Im Bestreben, den Läufern bestmögliche Bedingungen zu bieten. In den Hauptkategorien haben die Teilnehmer 12,1 Kilometer zu bewältigen mit Start um 13.30 Uhr (Frauen und Senioren) und um 14.45 Uhr (Männer). Die Kinder- und Schülerrennen finden vorgängig ab 11.30 Uhr statt und führen über Distanzen zwischen 600 Meter und 6,6 Kilometer.