Schlieren
Der neue Schlieremer Stadtteil nimmt Form an

Schlierens Wachstum ist kaum zu bremsen. Auch der neue Schlieremer Stadtteil am Rietpark nimmt zunehmend Form an. Auf dem ehemaligen Färbi-Areal werden im Frühling 2013 mit dem Abschluss der dritten Bauetappe 145 weitere Wohnungen, Gewerberäume und ein Restaurationsbetrieb bezugsbereit sein.

Florian Niedermann
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So wird sich der neue Schlieremer Stadtteil am Rietpark dereinst präsentieren

So wird sich der neue Schlieremer Stadtteil am Rietpark dereinst präsentieren

Zur Verfügung gestellt

Dieser Teil des Planungsperimeters des neuen Stadtteils am Rietpark wird durch das Halter Entwicklungen entwickelt und realisiert. Die Wohnungen, die in der dritten Etappe entstehen, verteilen sich auf zwei Gebäude: Das eine reiht sich in die bestehenden Bauten an der Brandstrasse ein. Das andere ist ein markanter Wohnturm, an dessen Fuss ein Platz entsteht, den Halter mit Genehmigung des Stadtrates «Goldschlägiplatz» taufte.

Die Vorbereitungsarbeiten für die vierte und zugleich grösste Etappe sind bereits angelaufen. In der Mitte der Überbauung, auf dem ehemaligen Färbi-Areal, entstehen neben einem Grossisten 215 Wohnungen und weitere Verkaufsflächen. Die Bauarbeiten auf diesem Perimeter des neuen Stadtteils am Rietpark werden voraussichtlich 2015 abgeschlossen sein. Für die andere Hälfte des neuen Stadtteils, der dereinst auf dem heutigen Geistlich-Areal entstehen wird, zeichnet Geistlich Immobilia AG verantwortlich. Sie hat sich erst vor kurzem an die Projektierung einer ersten Bauetappe gemacht. Bis 2016 soll dort ein Wohngebäude mit 120 Eigentumswohnungen entstehen; ein Angebot von zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern.

Wohnungen sind alle vermietet

Der neu entstehende Stadtteil amRietpark scheint ein Erfolgsprojekt zu sein. Mit der Vermietung in den bestehenden Gebäuden der Siedlung sei man bei Halter sehr zufrieden, erklärt Gianfranco Basso, Leiter Entwicklung bei Halter: «Die bestehenden 169 Wohnungen sind allesamt vermietet. Auch der grösste Teil der Geschäftsflächen ist besetzt.» Es gebe nur noch einzelne kleinere Gewerbe-Flächeneinheiten, für die noch keine Mieter gefunden werden konnten.

Damit habe man aufseiten der Halter Entwicklungen aber gerechnet. «Kleingewerbe zieht es meist erst an, wenn ein Quartier fertig erstellt und belebt ist. Es ist angewiesen auf ein bereits funktionierendes Umfeld», so Basso.

Grosse günstiger als kleine

Derzeit noch untervertreten sind Familien unter den Mietern. Halter erwartet aber, dass ihr Anteil zunehmen wird, je näher der Abschluss der Bauarbeiten des neuen Stadtteils am Rietpark rückt. «Im aktuellen Zustand fehlt vielen Familien noch die Infrastruktur für Kinder», erklärt Basso. Es sei Halter ein grosses Anliegen, dass in ihrem Teil der Überbauung am Rietpark eine sozial gut durchmischte Bevölkerung entstehe.

Deshalb habe man auch bewusst attraktive Voraussetzungen für Familien geschaffen, erklärt Basso: «In den einzelnen Gebäuden besteht die Wohnfläche zu etwa 50 Prozent aus ZweieinhalbZimmer-Wohnungen. Auf diese Weise könne man den Wohnraum für Familien über die Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte quersubventionieren. Viereinhalbzimmer-Wohnungen für Familien seien im Vergleich zu kleineren Einheiten etwas günstiger.

Auch bei den kleineren Wohnungen sei der Mietzins aber verglichen mit Zürich noch immer sehr günstig. Halter will Familien aus Nachhaltigkeitsüberlegungen in die Siedlung locken, wie Basso sagt: «Bei Ein- bis Zwei-Personen-Haushalten ist die Mieterfluktuation erfahrungsgemäss höher. Familien bringen mehr Konstanz in die Siedlung. Wir wollen ein langfristig gut funktionierendes Quartier.»