Der Dietiker Limmatweg ist wieder durchgängig offen. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben am Samstag die sanierte Fachwerkbrücke, den neuen Aussichtspunkt mitten im Flussdelta und den neuen Holzsteg offiziell eingeweiht. Die EKZ wurde zu Massnahmen wie diesem Brückenbau verpflichtet, als sie 2017 die neue Konzession zur Nutzung der Limmat erhielt.

«Der Brückenbau ist für uns ein neues Metier. Ein erfreuliches, denn im Gegensatz zum elektrischen Strom ist eine Brücke greifbar», sagte Hanspeter Fuchs, Leiter Erneuerbare Energien der EKZ, ehe er unter Beobachtung von rund 50 Personen das blaue Band durchschnitt.

123-jähriges Unikat macht jetzt wieder eine gute Falle

Die Fachwerkbrücke ist 123 Jahre alt. Über die Jahre hatte sie viel Rost angesetzt. Nach einer Notsanierung 2015 ist sie nun ganz saniert worden. Die Arbeiten erfolgten in Jona und in Kriens. «Jetzt macht die Brücke wieder eine gute Falle», sagte Fuchs. «Wir bitten alle, dieses kostbare Juwel angemessen zu würdigen. Es ist ein Unikat», sagte Fuchs weiter.
Vom neuen Aussichtspunkt zwischen Fachwerkbrücke und neuem Holzsteg lässt sich das neue Flussdelta beobachten, in dem sich Unterwasserkanal und Reppisch vereinigen, ehe sie weiterfliessen in die Limmat. Die Renaturierung brachte auch mehrere neue Inselchen mit sich. Zudem wurde der Spitz der EKZ-Insel abgetragen, sodass das Wasser mehr Platz hat. «Die Brücke und der Holzsteg schaffen eine Verbindung zwischen Natur und Mensch», so Fuchs.

«Eine gute Sache für die Fische»

«Es ist schön geworden», lobte der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann. Der Ort sei «ein leuchtendes Beispiel dafür, dass wir mehr zu bieten haben als Beton». Freude herrscht auch bei den Fischern. «Für die Fische ist das alles eine gute Sache», sagte Albert Demut aus der Fahrweid. Auch sein Dietiker Kollege Jean Rubin war erfreut. «Genial» sei es, was hier gemacht wurde. Die Fischer, darunter auch Hans Matzinger aus Zollikon, freuen sich nun auf die neue Fischtreppe. Sie ist Teil des Kraftwerksbaus, auf den sich Projektleiter Alfredo Scherngell und sein Team jetzt konzentrieren.

Im Sommer weihen die EKZ und die Stadt Dietikon dann die Allmend Glanzenberg ein, die als neue Gummiböötler-Ausstiegstelle die Nötzliwiese entlasten soll. Einmal müssen die Spaziergänger am Limmatweg noch Geduld haben. Im Januar wird dieser wegen Arbeiten am Unterwasserkanal nochmals kurz gesperrt.