Schlieren
Der Männerchor greift zu den Sternen

So viele neue Stücke hatte der Chor noch nie einstudiert – der Aufwand hat sich gelohnt

Julia Wartmann (Text und Bild)
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Männerchor Schlieren
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Iswaryaa Selliah unterstützte den Chor bei einigen Liedern mit ihrer kräftigen Stimme
Markus Stadelmann sang Wandrin' Star von Lee Marvin
Männerchorpräsident Urs Peyer begrüsste die Konzertbesucher mit einer kurzen Rede
Der Chor wurde von einer vierköpfigen Band begleitet
Mit dem Lied Up, Up and away eröffnete Iswaryaa Selliah das Konzert des Männerchors Schlieren, das unter dem Motto Himmel, Herrgott, Sterne stand
Peter Kner führte durch den Abend
Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug begleitetn die Band
Dirigent Christian Meldau verneigt sich vor dem Publikum

Männerchor Schlieren

Von Julia Wartmann

«Up, up, and away» –- mit dem Hit der Band «The fifth dimension» aus dem Jahre 1967 eröffnete der Männerchor Schlieren sein Konzert, bei dem er auf eine Reise entlang des Firmaments lud.

Der Chor präsentierte dem Publikum «einen bunten Strauss von Liedern», wie Präsident Urs Peyer in seiner kurzen Ansprache anmerkte. Wie ein Komet zog sich die Himmelsthematik durch den Abend. Begleitet von einer vierköpfigen Band, wartete der Chor den Gästen im ersten Teil mit Popmusik auf. Mit der Solosängerin Iswaryaa Selliah holte sich Dirigent Christian Meldau tatkräftige Unterstützung ins Boot. Sie verzauberte das Publikum mit ihrer engelshaften Stimme. Bereits in früheren Jahren hat der Dirigent, der den Chor seit 2005 leitet, mit ihr zusammengearbeitet.

Aber auch die männlichen Solisten stiessen im Publikum auf grossen Zuspruch. Markus Stadelmann, der das Lied «Wandrin’ Star» von Lee Marvin vortrug, wurde vom Publikum mit Applaus verwöhnt. An manchen Stellen übertönte die Musik leider die anfänglich etwas zurückhaltenden Sänger.

Chor dreht klassisch auf

In der Pause sorgte Peter Bichsels Kurzgeschichte «Die Erde ist rund», gelesen von Peter Kner, im Publikum für viele Lacher. Danach ging es zur klassischen Musik über und der Chor drehte so richtig auf. Das Gedicht «das Morgenrot» von K. Hofmann und den beiden Mozart-Stücken «Dir, Seele des Weltalls» und «O Isis und Osiris» brachten die Stimmung zum Kochen.

So oder so schienen die Lieder in deutscher Sprache manch einem Chorsänger mehr zu liegen als die englischen Stücke. «Völlig losgelöst», wie Major Tom, sangen die Männer auch nach der grossen Pause weiter. Wie Reinhard Mey’s «Über den Wolken» werden die Einnahmen aus dem diesjährigen Konzert aber nicht liegen, wie Peyer sagt. «Das Orchester und die Noten, die wir bezahlen müssen sprengen eigentlich schon unser Budget.»

Denn noch nie zuvor habe der Chor so viele – insgesamt sang er 17 Lieder – und so viele neue Stücke einstudiert wie dieses Jahr. Mit dem Lied «Stärn über Bärn» aus dem Schweizer Musical Dällenbach Kari, das sich der Chor auf einer Chorreise zu Gemüte geführt hatte, endete die unterhaltsame Fahrt durch die Galaxis.