Oetwil
Der Kreisel in Oetwil soll ein Facelifting erhalten

Im Mai will sich der Gemeinderat von der Gemeindeversammlung einen Kredit für die Neugestaltung sprechen lassen. Wie der Kreisel dereinst aussehen soll, ist noch nicht definitiv entschieden.

Sandro Zimmerli
Merken
Drucken
Teilen
Seit der Kreisel an der Mutschellenstrasse verbreitert wurde, wird dessen Gestaltung kritisiert

Seit der Kreisel an der Mutschellenstrasse verbreitert wurde, wird dessen Gestaltung kritisiert

Katja Landolt

Vielerorts sind Kreisel mehr als bloss ein Verkehrselement. Besonders wenn sie sich eingangs Dorf befinden, kommt ihnen oft auch die Funktion einer Visitenkarte zu. Das gilt beispielsweise auch für Oetwil. Der Kreisel dort befindet sich an der Mutschellenstrasse, also an der Grenze zu Würenlos. Allerdings sind sowohl die Bevölkerung als der Gemeinderat nicht zufrieden mit dessen Gestaltung. Deshalb will sich die Exekutive von der Gemeindeversammlung am 28. Mai einen Kredit sprechen lassen, um den Kreisel neu zu gestalten. Im Voranschlag 2013 wurden dafür 140 000 Franken budgetiert.

«Unser Ziel ist es, im Sommer mit dem Kreditantrag an die Gemeindeversammlung zu gelangen», sagt Gemeindepräsident Paul Studer. So könnte bereits dieses Jahr mit der Neugestaltung begonnen werden. Bestenfalls wäre sie sogar Ende Jahr abgeschlossen.

Wie der Kreisel dereinst aussehen soll, ist noch nicht definitiv entschieden. «Wir haben uns bereits Gedanken gemacht. Aber die Ausarbeitung ist noch pendent», so Studer. Der Gemeinderat werde sich aber auf jeden Fall beraten lassen. «Wir sind keine Künstler, wollen den Kreisel aber künstlerisch gestalten», hält er fest.

Blick zu den Nachbarn

Beispiele, wie ein Kreisel aufgewertet werden kann, finden sich verschiedene in unmittelbarer Nachbarschaft von Oetwil. So ziert eine Skulptur den Kreisel in Geroldswil. In der Nacht ist sie beleuchtet. Erst kürzlich wurde der Kreisel bei der Limmatbrücke in der Fahrweid mit einer alten Weinpresse versehen. Auch in Unterengstringen ist man derzeit daran, die beiden Kreisel an der Zürcherstrasse neu zu gestalten. Auf dem östlich gelegenen wurden unterschiedlich hohe Hängefichten, auf dem westlichen unterschiedlich hohe Hänge-Mammutbäume gepflanzt.

In Oetwil besteht das Innere des Kreisels seit dessen Erweiterung vor einem Jahr aus einem Kieshaufen, der von Unkraut überwuchert wird. Der Ausbau wurde im Zuge der Sanierung der Mutschellenstrasse durchgeführt. «Die Verbreiterung musste wegen des Schwerverkehrs vorgenommen werden», sagt Studer. Seither stosse die Gestaltung des Kreisels allerdings auf wenig Gegenliebe - im Gegensatz zum alten Kreisel. «Früher stand eine Föhre in der Mitte. Das passte gut. Die damalige Gestaltung gab keinen Anlass zu Diskussionen im Dorf», so Studer.

Kreisel ist leicht schräg gebaut

Neben dem Kieshaufen gebe es noch weitere Kritikpunkte rund um den Kreisel. «Diese zu beheben liegt aber nicht in der Kompetenz des Gemeinderates. Er befindet sich auf einer Kantonsstrasse», hält Studer fest. So werde von den Autofahrern kritisiert, dass der Kreisel leicht schräg gebaut worden sei, also nicht eben auf der Strasse liege. «Gerade wenn die Fahrbahn vereist ist, könnte dies gefährlich werden, finden viele Autofahrer», so Studer. Auch die nicht vorhandenen Abschlüsse des Kreisels seien kritisiert worden. Dies habe der Kanton mittlerweile nachgeholt.