Dietikon
Der Kasperli muss in seinem neuen Zuhause gleich zweimal auftreten

Die Kasperlibühne von Monika Schmucki wurde dieses Wochenende nach monatelanger Umbauphase neu eröffnet. Was Besucher an neuen Ort entdeckten, war eine detailverliebte Märchenoase mitten in Dieitkon.

Patrick Holenstein
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Das Kasperlitheater hat ein neues Zuhause
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Monika Schmuckis Hoftheater wurde am Samstag nach monatelangen Umbauarbeiten neu eröffnet
Monika Schmuckis Hoftheater wurde am Samstag nach monatelangen Umbauarbeiten neu eröffnet
Monika Schmuckis Hoftheater wurde am Samstag nach monatelangen Umbauarbeiten neu eröffnet
Monika Schmuckis Hoftheater wurde am Samstag nach monatelangen Umbauarbeiten neu eröffnet
Monika Schmuckis Hoftheater wurde am Samstag nach monatelangen Umbauarbeiten neu eröffnet
Monika Schmuckis Hoftheater wurde am Samstag nach monatelangen Umbauarbeiten neu eröffnet
Monika Schmuckis Hoftheater wurde am Samstag nach monatelangen Umbauarbeiten neu eröffnet

Das Kasperlitheater hat ein neues Zuhause

Patrick Holenstein

Über einen leuchtenden Zebrastreifen am Boden betritt der Besucher unter den strengen Augen von Polizist Dimpfelmoser die Märliwelt. Der Polizist ist eine Figur aus «Räuber Hotzenplotz» von Ottfried Preussler und gehört zum Figurenkabinett der Kasperlibühne. Seit April ist Monika Schmucki eifrig am Renovieren. Am Wochenende konnte sie an der Zürcherstrasse zur Einweihung laden. Ab sofort hat die Kasperlibühne nämlich ein neues Zuhause. Im September startet die erste Saison.

Bei strahlendem Wetter folgten kleine und grosse Kasperlifans der Einladung. So viele, dass der Höhepunkt des Tages, das Theaterspiel, gleich zweimal aufgeführt werden musste. Im kurzen Puppenspiel erzählten Monika Stucki, ihr Spielpartner Christian Strässle sowie eine Keyboarderin, wie der König Ich von Kartonien und seine Minister ein Theater eröffnen wollen. Aber es war nicht zu finden.

Also musste der Kasperli helfen und natürlich fand er die Bühne. Der Kasperli bedankte sich im Spiel auch gleich bei den Helfern und Gönnern. Auch ein kleiner Seitenhieb an die Politik fehlte nicht. So sagte der König, dass für den Finanzminister Kultur ein Fremdwort sei.

Kleine Oase mitten in Dietikon

Die Zuschauer waren begeistert und stürzten sich genüsslich auf die märchenhaften 1001 Kuchen oder auf die Würste vom Kasperl-Seppl-Grill. Gelegenheit, um über das Stück zu reflektieren oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen, bot der Garten. Mitten in Dietikon besitzt die Kasperlibühne eine kleine Oase, in der man unter Bäumen schwatzen und entspannen konnte. Marianne Fuhrer nutze die Gelegenheit, war aber auch aus einem anderen Grund gekommen: «Ich kenne Schmucki persönlich und finde super, was sie hier in Sachen Kultur macht.»

Wie viel Herzblut Monika Schmucki in ihr Reich steckt, sah man deutlich. Es wimmelte im liebevoll dekorierten Areal nur so vor Details. Der karge Metallzaun, der das Grundstück abgrenzt, war von roten Zipfeln mit Glöckchen gesäumt, ein Schirm wurde kurzerhand zum Träger für kleine Elefanten. Mitten im zauberhaften Geschehen erklärte Schmucki ihr Reich.

Sie zeigte den Interessierten ihre Puppen und öffnete das Atelier. Sie schätze sehr, dass sie jetzt alles an einem Ort habe und flexibel mit den Kulissen arbeiten könne, denn viel würde während der Arbeit entstehen, erklärte sie. Sie freut sich über die gelungene Eröffnung: «Ich bin ganz beglückt, dass so viele Leute gekommen sind. Es ist für mich die Krönung des ganzen Prozesses.»