Dietikon
Der Kasperli ist noch bis Weihnachten im Dietiker Limmatfeld zu Gast

Die Dietiker Puppenspielerin Monika Schmucki spielt auf dem Rapidplatz weihnachtliche Geschichten. Nachdem sie in den letzten Jahren im Zürcher Hauptbahnhof und auf dem Dietiker Kirchplatz gastierte, hat sie nun im Limmatfeld eine Bleibe gefunden.

Christian Murer
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Dieses Jahr hat die Dietiker Puppenspielerin Monika Schmucki, hier mit Kasperli und Samichlaus, auf dem Rapidplatz eine Bleibe gefunden. MU
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Die frechen Mäuse kommen bei den kleinen Zuschauern gut an.
Puppenspielerin Monika Schmucki mit Kasperli und Samichlaus.
Auch ein Samichlaus muss mal die Füsse waschen.
Kasperli und Samichlaus im Zwiegespräch.
Puppenspielerin Monika Schmucki und ihre Kasperlipuppen

Dieses Jahr hat die Dietiker Puppenspielerin Monika Schmucki, hier mit Kasperli und Samichlaus, auf dem Rapidplatz eine Bleibe gefunden. MU

Mutterseelenallein steht der Baucontainer auf dem Rapidplatz. Um ihn zu verschönern, haben ihn die Bauleute mit Holzbrettern verkleidet. «Ihn hätte ich noch gerne angemalt, doch dazu fehlte mir das Geld und die Zeit», sagt Puppenspielerin Monika Schmucki, die hier vorläufig eine Bleibe gefunden hat, nachdem sie in den letzten Jahren im Zürcher Hauptbahnhof und auf dem Dietiker Kirchplatz gespielt hat. «Ich habe die ganze Woche an der Einrichtung gearbeitet», sagt die Dietikerin. Unterstützung hatte sie von ihrem Helferteam, Schwester Ursula und Rolf Imbach.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Im Raum ist es heimelig und wohlig warm. Die Wände sind mit dunkelroten Tüchern verhängt. In den Ecken leuchten Ständerlampen und auf den Sitzbänken liegen Kissen. Das Prunkstück der Kasperlibühne ist jedoch der riesige, wunderschöne Adventskalender mit den 24 aufklappbaren Toren. «Ich freue mich jedes Mal sehr aufs Spielen», sagt die gelernte Kindergärtnerin und zeigt den schmalen Gang hinter dem Adventskalender, wo die vielen Figuren und Requisiten bereitliegen. Sogar eine kleine Rauchmaschine und eine Ballonpumpe kommen zum Einsatz.

Schmucki ist während der 40-minütigen Vorführung sehr gefordert. «Die Figuren führen, ihnen die Stimme geben, die Lichtregie handhaben, die Rauchmaschine bedienen sowie die Türchen öffnen, das fordert mich tatsächlich heraus», sagt sie, «Ich muss ja alles allein bewerkstelligen.»

Vom 11. bis zum 24. Dezember wird Schmucki «D’Wienachtsgschicht» aufführen. Noch bis zum 9.Dezember steht «Potz Grittimüüs und Schoggibänz» auf dem Spielplan. Die Geschichte dreht sich um den Samichlaus, der sich bereit macht für die grosse Reise zu den Kindern. Der Esel ist geschirrt und der Schlitten gewachst. Allein der grosse Geschenksack mit den feinen Sachen muss noch gepackt und geschnürt werden. Doch, o Schreck, der ganze Sack ist geplündert. Die süssen Gaben sind angeknabbert und herausgezerrt. Wer hat sich da bloss an den Leckereien gütlich getan? Jetzt ist guter Rat teuer. Einmal mehr ist Kasperli der Retter in Not. Entschlossen macht er sich an die Arbeit und backt Grittibänzen. Doch noch ist nicht alles gerettet.

Die Geschichte kam beim Publikum ausgezeichnet an. Iris Bolliger, Spielgruppenleiterin aus Regensberg, kam mit Tochter Sarah und dem Patenkind: «Uns hat es super gefallen. Vor allem die beiden frechen ‹Müsli› waren niedlich.»