Birmensdorf

Der Kasernen-Kater «General» bekommt ein neues Zuhause

Der Kater «General» wohnte jahrelang in der Kaserne Birmensdorf, bis er sich zu oft in die Kasernenküche schlich. zvg

Der Kater «General» wohnte jahrelang in der Kaserne Birmensdorf, bis er sich zu oft in die Kasernenküche schlich. zvg

In zwei Wochen wird sich das Schicksal des «Generals» entscheiden. Dann wird der Kater, der kürzlich von der Kaserne Birmensdorf «ausgemustert» wurde, ein neues Zuhause erhalten.

Lange gehörte der «General» zum Inventar der Kaserne. Der schwarz-weisse Kater, der später den passenden Namen «General» erhielt, fühlte sich in der militärischen Umgebung so wohl, dass er sich gleich häuslich einnistete.

Alle schlossen den verspielten Kater im Nu ins Herz, zumal dieser auch dem seelischen Wohl der Rekruten guttat. Mit der militärischen Disziplin hatte das Kasernenmaskottchen in letzter Zeit aber Schwierigkeiten, indem er in der Küche immer wieder Leckerli zu stibitzen versuchte.

Befehlsverweigerer werden in der Armee nicht geduldet. Aus hygienischen Gründen musste sich die Kaserne Birmensdorf schweren Herzens von ihrem vierbeinigen Untermieter trennen. Sie übergab ihn dem Tierheim Pfötli zwecks Neuvermittlung, wo er die nötigen tierärztlichen Behandlungen mit gewohnter Lässigkeit über sich ergehen liess.

Alle wollen den «General»

Über Mangel an willigen Adoptiveltern kann sich der «General» nicht beklagen. Der Aufruf des Tierheims hat eine Flut von Bewerbern nach sich gezogen. Auch ehemalige Rekruten der Kaserne Birmensdorf sind darunter.

«Wir mussten alle Interessenten für den «General» erst mal bitten, uns später wieder zu kontaktieren», sagt Robyn Giulia Hossli vom Tierheim Pfötli. Der Kater muss in dieser Zeit wie alle Neulinge in der Aufnahmestation bleiben.

Eine Liste mit «General-Bewerbern» hat das Tierheim nicht aufgestellt. «Der Aufwand wäre für uns zu gross. Ausserdem dient eine dreiwöchige Wartezeit auch dazu, den Entscheid zu überdenken», erklärt Hossli. Wer sich nur aufgrund der Prominenz des Katers gemeldet habe, der werde in ein paar Wochen vermutlich nicht mehr anrufen.»

Des «Generals» zukünftige Halter müssen ihm ein Heim mit Freilauf bieten können und persönlich zur Katze passen. Wenn der pensionierte Militärkater Glück hat, wird er womöglich das Weihnachtsgeschenk eines seiner alten Kasernen-Freunde aus Birmensdorf werden.

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