Kanu-Club Dietikon

Der Kanu-Club Dietikon lädt zum Paddeln auf der Limmat

Der Kanu Club lud zum Schnupperkurs - ein Augenschein vor Ort auf dem idealen Spielfeld. Dabei wird schnell klar: So schwer ist Kanu-Fahren eigentlich gar nicht.

«Ich fahre mal eben mit dem Kanu die Limmat hinunter!» Dies schreibe ich meinen Freunden via SMS auf dem Weg zum Schnupperkurs des Kanu-Clubs Dietikon. Sprüche wie «Geh nicht Schwimmen!» verfolgen mich, als ich die Limmat beobachte. Das Wetter ist alles andere als lieblich und die Limmat präsentiert sich als reissender Strom. Wenn das nur gut geht.
Beim Bootshaus Dietikon empfängt Club-Präsident Martin Isler lächelnd die eingetroffenen Teilnehmer. Allesamt warten begierig darauf, den «Bach» zu erkunden (so wird jeder noch so breite Fluss im Kanu-Jargon genannt). Mit dabei gut gelaunte Profis, welche die Landratten zu Wasser beschützen sollen.

Ideales Spielfeld

Mit Schwimmwesten bewaffnet, werden wir ans Ufer gelockt. Nebenbei erfahre ich, dass der Club schon seit 60 Jahren besteht, aber die Mitgliederzahl bei 20 stagniert. Begreifen kann ich das nicht, bietet die Limmat doch das ideale Spielfeld für Kanu & Co. Ganz zu Schweigen vom idyllisch gelegenen Bootshaus, dass ich nun verlassen muss.

Die ursprünglich geplante Route «Höngg-Dietikon» wird aufgrund des hohen Wasserpegels verworfen. Wir werden deshalb unterhalb des Dietiker Wehrs beginnen. Für mich als ungeübter Neu-Paddler macht das freilich keinen Unterschied. Oben wie unten sehe ich gefährliche Wellen. Zeit für Zweifel gibt es allerdings kaum, denn der Crash-Kurs beginnt. Ich lerne, ein Paddel zu halten und wie ich damit Gas geben kann.

Furchtlos auf der Limmat

Die Profis bevorzugen heute ein kleines Kajak, von denen eines den vielversprechenden Namen «Piranha» trägt. Wir Laien erhalten paarweise einen knallroten Kanadier. Die Person mit mehr Gewicht muss hinten steuern, während die leichtere vorne paddelt. Ich bin hinten (auch das noch). Zusammen mit der furchtlosen Teilnehmerin Silvia Stauffer befinde ich mich schneller auf der Limmat, als mir lieb ist. Abenteuer, nimm deinen Lauf!

Also drehen wir unter wachsamen Augen einige Pirouetten, bis wir erstaunlich schnell unseren Rhythmus finden und wie ein Hecht vorauseilen. Was dann folgt, ist einfach schön. Wir gleiten leise und elegant dahin, geniessen die ungewohnte Sicht und überschlagen uns mit Superlativen, aus welchen auch die Erleichterung spricht: So schwer ist Kanu-Fahren gar nicht.

Ein Ast wird zum Verhängnis

Das Anlegen erweist sich hingegen als riskantes Manöver. Wir streifen einen Ast, um unsanft ans Ufer zu krachen. Und es kommt, was kommen musste: Ich lande im Wasser. Allerdings nicht im freien Fall, sondern rutsche auf dem glatten Ufer schlichtweg aus. Dank der mutigen Silvia Stauffer werde ich nur untenrum nass.

Die anderen Mitstreiter stellen sich da wesentlicher geschickter an. Zurück beim Bootshaus gibt's Bratwurst, Bier - und eine trockene Hose. Rund ums offene Feuer schwärmen alle Teilnehmer von der Reise und Martin Isler erzählt vom baldigen Wildwasser-Trip des Clubs. So findet ein abenteuerlicher Schnupperkurs sein Ende. Was für ein Spass!

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