Oetwil
Der Kampf ums Fahrverbot an der Haldenstrasse ist ziemlich einzigartig

Seit fünf Anwohner gegen die Aufhebung des Fahrverbots bei der Haldenstrasse rekurriert haben, sind acht Monate vergangen. Ein Entscheid steht noch immer aus.

David Egger
Merken
Drucken
Teilen
Die Haldenstrasse in Oetwil.

Die Haldenstrasse in Oetwil.

Thomas Mathis

Am 6. Januar publizierte die Kantonspolizei ihre Verkehrsanordnung, das Fahrverbot auf der steilen Einfahrt von der Limmattalstrasse in die Haldenstrasse hinunter aufzuheben. Dagegen wurden total fünf Rekurse eingereicht. Das Rekursverfahren dauert noch an. Die Gemeinde spricht sich für die Aufhebung des Fahrverbots aus.

Zuletzt hat die zuständige Rekursabteilung der Zürcher Sicherheitsdirektion Mitte Juli einen Augenschein mit allen Beteiligten durchgeführt – also mit den Rekurrenten und den Vertretern der Gemeinde. Dies wird von Urs Grob, stellvertretender Generalsekretär und Kommunikationsbeauftragter der Zürcher Sicherheitsdirektion, auf Anfrage bestätigt.

 Anwohner Philipp Frei vor dem Fahrverbots-Schild, um das es geht. 

Anwohner Philipp Frei vor dem Fahrverbots-Schild, um das es geht. 

Die Protokollnotiz des Augenscheins sei anschliessend allen Beteiligten zugestellt worden, damit sich diese dazu äussern können. Es ist eine weitere Episode im seit Januar andauernden Schriftverkehr in dieser Sache. Sobald der Entscheid vorliegt, könnte dagegen dann Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben werden. Einen Termin, bis wann voraussichtlich über die Rekurse entscheiden wird, kann die Sicherheitsdirektikon nicht nennen.

Gleichzeitig läuft eine Petition für die Beibehaltung des Fahrverbots. Rund 80 Anwohner hatten diese am 17. Januar dem Gemeinderat überreicht. Wie Gemeindeschreiber Pierluigi Chiodini auf Anfrage erklärt, wird die Gemeinde die Petition beantworten, sobald ein rechtskräftiger Entscheid zu den Rekursen vorliegt. Die Gemeinde hat die Rekurrenten schon länger über dieses geplante Vorgehen informiert.

Kantonsweit neun solche Rekurse

Wie Zahlen der Sicherheitsdirektion zeigen, bearbeitet deren Rekursabteilung pro Jahr rund 900 Rekurse. Doch Rekurse gegen die Aufhebung eines Fahrverbots sind offenbar eher selten: Wie die Sicherheitsdirektion auf Anfrage sagt, beziehen sich nämlich pro Jahr nur rund neun Rekurse auf Verkehrsanordnungen.

Die Sache mit den Rekursen ist auch in der Oetwiler Gerüchteküche eine wichtige Zutat: Anwohner Philipp Frei, der die Rekurse und die Petition angestossen hat, ist schon mehrmals gefragt worden, ob er nicht auch hinter dem Rekurs gegen die vor Verwaltungsgericht blockierte Erneuerung der Limmattalstrasse steht. Doch er ist es nicht. «Auch ich warte darauf, dass die Limmattalstrasse endlich saniert wird», sagt Frei dazu.