Oberengstringen

Der jüngste Limmattaler Heimat-Experte ist gerade erst 15

..

Sekundarschüler Andreas Leupi hat für sein Projekt umfassend geforscht. Dementsprechend anstrengend gestalten sich zeitenweise die Recherchen zu seiner ehrgeizigen Abschlussarbeit.

Kein einziges Buch über das Limmattal habe er in einer der grössten Buchhandlungen in Zürich finden können, sagt Sekundarschüler Andreas Leupi aus Oberengstringen. Dementsprechend anstrengend gestalten sich zeitenweise die Recherchen zu seiner ehrgeizigen Abschlussarbeit. Zudem sei diese Literaturlücke eine Motivation, seine Dokumentation über das Schulprojekt hinaus weiterzuführen. Sein Ziel: ein Sachbuch über das Limmattal.

Erforschung der Heimat

Der 15-Jährige befasst sich im Rahmen der Abschlussarbeit der dritten Sekundarklasse mit dem Limmattal – seiner Heimat. Ob nach dem Aufwachen im Bett oder in der Schule, laufend seien ihm neue Ideen zu seiner Arbeit eingefallen.

Mittlerweile umfasst das Inhaltsverzeichnis sechs Themenblöcke, in denen von Natur über öffentliche Dienste bis zur Entwicklung der Bevölkerung eine vielseitige Auswahl an Aspekten des Limmattals thematisiert wird. «Wo endet das Limmattal?», «Woher kommt der Name?», «Wussten Sie, dass es am Limmatende Tiere gibt, die schweizweit nur da vorkommen?» – der Autor verspricht in der Einleitung, diese und viele weitere spannende Fragen zu beantworten. Die Liste an Kapiteln wird kontinuierlich ergänzt.

Schwierige Recherchen

Bei seinen Recherchen ist er ab und zu auch auf Schwierigkeiten gestossen. «Besonders über das Klima waren so gut wie keine Informationen zu finden», sagt Andreas. Er hätte sich an den Daten der Wetterstationen in Stettbach und Aarau orientieren müssen, um für das Limmattal Schlüsse zu ziehen. Seine übrigen Recherchen stützen sich hauptsächlich auf das Internet. «Obwohl ich versuche, die Texte nicht künstlich zu verlängern, benötige ich unglaublich viele Informationen», so der Sekundarschüler.

Limmattalbahn beeindruckt ihn

Nebst den ausgedehnten Internetrecherchen plant der Schüler auch Umfragen: «Beispielsweise möchte ich die Leute fragen, wie es ihnen im Limmattal gefällt oder wie sie zur Limmattalbahn stehen.»

Die Limmattalbahn hat es dem Oberengstringer besonders angetan und bildet einen Schwerpunkt in seiner Abschlussarbeit. «Die Projektplanung hat mich sehr beeindruckt.» Er habe die Möglichkeit gehabt, den Gesamtprojektleiter zu interviewen, der sich über sein Interesse sehr gefreut hat.

«Am meisten beeindruckt haben mich die Entwicklung der Arbeitsplätze und das Bevölkerungswachstum», sagt er. Bereits hat er auch eigene Ideen, wie die Region in Zukunft weiter gestaltet werden könnte. Der öffentliche Verkehr sollte seiner Meinung nach stärker ausgebaut werden. Vor allem für Oberengstringen wünscht er sich eine höhere Busfrequenz. «Denkbar wäre auch eine Verlängerung der Tramlinie 13 nach Ober- und Unterengstringen.»

Grosse Pläne

Für seine Zukunft hat er schon ganz konkrete Pläne. Nach Abschluss der Sekundarschule beginnt er eine Lehre als Informatiker. Computer hätten ihn bereits früh interessiert. In seiner Freizeit engagiert er sich in der Jugendfeuerwehr des Bezirks Dietikon und spielt Golf. Durch das viele Lesen sei wahrscheinlich das Interesse am Schreiben entstanden, so Andreas. «Ich habe festgestellt, dass mir Geschichtenschreiben nicht so liegt. Bei mir geht es eher in die sachliche Richtung.» Sein Wunsch wäre es, einmal als Informatiker und Journalist arbeiten zu können.

Folgt nun das Sachbuch?

Sein Projekt möchte er während der Lehre weiterverfolgen. Am Ende soll die Arbeit bis auf 100 Seiten anwachsen. «Im Idealfall könnte sich ein Verlag dafür interessieren, meine Arbeit als Sachbuch herauszugeben», so der Jugendliche. Tatsächlich kommt die Arbeit mit sauberer Gliederung, Bildern und Grafiken angesichts des jungen Alters des Verfassers ziemlich professionell daher. Doch zuerst gilt es für sein Abschlussprojekt «Limmattal – wo die Zukunft zuhause ist», eine gute Note zu holen: «Eine Fünf bis Sechs wäre super.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1