Birmensdorf

Der holzige Fussgängersteg muss dringend ersetzt werden

Der Fussgängersteg Rebacher, der den Rebacherweg mit dem Gleisübergang beim Bahnhof verbindet muss dringend saniert werden. Pendler, die müssen drei Wochen lang auf den Holzsteg verzichten und Umwege gehen.

Die Gemeinde Birmensdorf setzt auf den Holzweg – und das ganz bewusst. Der Werkhof saniert ab heute während dreier Wochen den Fussgängersteg Rebacher, der den Rebacherweg mit dem Gleisübergang beim Bahnhof verbindet. Dies, weil sich der Holzsteg aus dem Jahr 1978 «in einem desolaten Zustand» befindet, wie Peter Siegrist, der Leiter des Birmensdorfer Bauamts auf Anfrage sagt. Auch der neue Steg wird wieder aus Holz bestehen. Es drängt sich also die Frage auf, wieso der Gemeinderat nicht gleich längerfristige Lösung aus massivem Stahl oder Beton bauen lässt.

Drei Gründe für den Holzsteg

Laut Siegrist standen drei verschiedene Motive im Vordergrund, als der Entscheid für eine «schlanke» Sanierung gefällt wurde. Zunächst kann eine Holzkonstruktion von den Mitarbeitern des Werkdiensts selbst erstellt werden, was weniger kostet, als wenn «ein Profi ein richtiges Viadukt planen müsste», wie der Leiter des Bauamts sagt. Weiter hätte eine massivere Konstruktion ein Bewilligungsverfahren unter Einbezug der SBB erfordert, zumal der Steg sehr nahe entlang den Bahngeleisen verläuft. «Dazu kommt, dass der Kredit für ein grösseres Projekt nicht mehr vom Gemeinderat in eigener Kompetenz hätte gesprochen werden können. Wir hätten ihn folglich erst der Gemeindeversammlung unterbreiten müssen», so Siegrist.

Für die Sanierung des Stegs hat der Gemeinderat einen Kredit von 34 000 Franken gesprochen. Der Werkhof wird nun beschädigtes und in die Jahre gekommene Teile des Holzstegs ersetzen. Die Oberfläche soll zudem mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung versehen werden, um auch bei Nässe die nötige Sicherheit für die Fussgänger zu gewährleisten. Das Birmensdorfer Bauamt ist davon überzeugt, dass diese Lösung nachhaltig ist. «Wenn man bedenkt, dass wir den Steg nun zum ersten Mal nach 37 Jahren seines Bestehens erneuern müssen, kann man davon ausgehen, dass der Neue sicher wieder eine Weile halten wird», sagt Siegrist.

Drei Wochen früher aufstehen

Von den Bauarbeiten sind vor allem die Anwohner der Weissenbrunnenstrasse, des unteren Bereichs der Alten Zürichstrasse und des Rebacherwegs betroffen. Sie müssen ab heute früher aufstehen, wenn sie morgens rechtzeitig ihre S-Bahn erreichen wollen. Wegen der Sperrung des Rebacherstegs erreichen sie den Bahnhof nämlich nur noch über Umwege. Die Gemeinde hat zwei verschiedene mögliche Routen zum Bahnübergang auf Plakaten beim Steg ausgeschildert und in der Gemeindepublikation beschrieben. Die beiden Varianten lauten wie folgt: Der südliche Umweg führt vom Rebacherweg durch die Unterführung über die Weissenbrunnen- und Stationsstrasse zum Bahnhof, die nördliche über den Risifussweg, die Alte Zürcherstrasse und die Zürcherstrasse.

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