Dietikon

Der höchste Dietiker ist auch der schnellste

Überparteiliches Podest: Gemeinderatspräsident Markus Erni (SVP, Mitte), Stadtrat Anton Kiwic (SP, links) und Gemeinderat Martin Steiner (SP, rechts) sind die schnellsten Dietiker Politiker. B

Der Dietiker Gemeinderatspräsident Markus Erni (SVP) liess bei einem Gokart-Rennen unter Parlamentariern alle anderen hinter sich.

Es war ein harter Kampf zwischen SVP und SP, aus dem die SVP als Siegerin hervorging. Mit einer Rundenzeit von 25 Sekunden und 7 Hundertstelsekunden gewann Markus Erni (SVP) am Samstag das Elektro-Gokart-Rennen des Dietiker Gemeinderats. Dessen Präsident Erni ist damit nicht nur der höchste Dietiker, sondern auch der schnellste.

Sein Sieg auf der Indoor-Kartbahn in Spreitenbach war so knapp, wie es auch Wahl- und Abstimmungsresultate immer wieder sind: Nur 8 Hundertstelsekunden länger brauchte Stadtrat Anton Kiwic (SP) für seine schnellste Runde. Den dritten Platz sicherte sich Martin Steiner (SP) mit einer Rundenzeit von 25 Sekunden und 16 Hundertstelsekunden. Hinter ihm klassierten sich in der Finalrunde Johannes Küng (SP) und Stadtrat Lucas Neff (Grüne). Bei den Linken ist offensichtlich einiges Gokart-Talent vorhanden, das nur SVP-Erni zu übertreffen wusste. Dieser freute sich freilich über seinen Sieg – auch im Sinne einer Revanche für die grüne Welle bei den Wahlen vor zwei Wochen.

Das Parlament zu Besuch im Kernkraftwerk Leibstadt

Das Gokart-Rennen war der Schlusspunkt des diesjährigen Dietiker Gemeinderatsausflugs, zu dem jeweils der aktuelle Gemeinderatspräsident – dieser ist immer für ein Jahr im Amt – lädt. Traditionsgemäss führt der Ausflug in den Heimatort des Präsidenten. Da Ernis Heimatort – wie auch die Heimatorte von manchen seiner Vorgänger – aber Dietikon selbst ist und solche Ausflüge deshalb schon mehrmals in Dietikon stattfanden, hatte sich Erni entschlossen, kreativ zu werden. Er führte seine Ratskollegen – zusätzlich waren auch die Stadträte Kiwic und Neff sowie die Gemeinderatssekretärin Patricia Meyer mit dabei – in den Aargau, wo am Vormittag die Besichtigung des Kernkraftwerks Leibstadt auf dem Programm stand. Dazu gehörte unter anderem ein Blick in den Kommandoraum, wo im 24-Stunden-Betrieb alle Fäden des Kernkraftwerks Leibstadt zusammenlaufen, das 1984 ans Netz ging und voraussichtlich bis 2045 in Betrieb sein wird.

Gemeinderatspräsident und Ausflugsleiter Erni war nicht das erste Mal im Kernkraftwerk. Die Malerfirma, für die Erni arbeitet, hat nämlich schon Arbeiten im Kernkraftwerk ausgeführt – genauso wie sie auch andernorts im Aargauischen schon Arbeiten ausgeführt hat, womit der Ausflug in den Nachbarkanton durchaus nicht von ungefähr kam.

Nach der Besichtigung ging es mit dem Car weiter nach Fislisbach. Die Gemeinde zwischen Baden und Mellingen ist der Heimatort von Ernis Mutter. «Ich bin ein halber Aargauer», deklarierte Erni schon früh am Morgen, als sich der Car beim Dietiker Feuerwehrdepot ein erstes Mal in Bewegung setzte und die Fahrt nach Leibstadt in Angriff nahm.

Mit einem ausgiebigen Zmittag in der «Linde» in Fislisbach stärkten sich die Gemeinderatsmitglieder für das Elektro-Gokart-Rennen danach – begleitet von Wein aus dem Reuss- und dem Limmattal. So gab es zum Apéro Sauvignon blanc aus Mellingen und zum Essen Pinot noir aus Würenlos (genauer: ein Réserve du Patron von Maja und Peter Wanners Bickgut). Wie Erni ausführte, ist die Mutter des «Linde»-Eigentümers eine ehemalige Dietikerin, womit die Restaurantauswahl nicht nur kulinarisch gerechtfertigt war. Zurück in Dietikon liess ein Teil der Parlamentarier den Ausflugstag im «Zeus» ausklingen. Am kommenden Donnerstag steht dann wieder die Politik im Vordergrund: Um 20 Uhr beginnt dann die nächste Gemeinderatssitzung.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1