Dietikon

Der Herbstmarkt und der Tag der Reppisch beleben Dietikon

Letzter Herbstmarkt von Sabine Billeter Zentrumsvereinigung - Zusammenlegung mit Tag der Reppisch zwei und angebotenen Führungen - zudem Galerie Bachlechner geöffnet

Die Reppisch kann auch anders: Stadtführerin Catherine Peer zeigt, dass der Fluss auch bedrohlich anschwellen kann.

Letzter Herbstmarkt von Sabine Billeter Zentrumsvereinigung - Zusammenlegung mit Tag der Reppisch zwei und angebotenen Führungen - zudem Galerie Bachlechner geöffnet

Der traditionelle Dietiker Herbstmarkt hat am Samstag viele Besucherinnen und Besucher angelockt. Diese konnten sich dabei auch gleich über die Reppisch informieren - mit verschiedenen Aktivitäten wurde der «zweite Tag der Reppisch» begangen.

Im Zentrum von Dietikon war an diesem Samstag der traditionelle Herbstmarkt im Gange und lud zum Schlendern und Geniessen ein. «Es ist so schön wie immer», sagte Sabine Billeter von der Zentrumsvereinigung Dietikon. Sie muss es wissen, hat sie den Markt doch einst ins Leben gerufen und in den letzten zwölf Jahren immer wieder dafür gesorgt, dass das Angebot die Besucherinnen und Besucher von Neuem erfreute.

Wiederum gab es an 67 Marktständen unterschiedlichste Produkte zu erwerben. «Für mich ist es absolut toll hier», äusserte sich Stefanie Altorfer, die ihre handgemachten Produkte verkaufte. Für sie war es der erste Dietiker Herbstmarkt, für Sabine Billeter der letzte. Im kommenden Jahr wird dieser von der Standortförderung Dietikon organisiert. «Es ist gut so, wie es ist», sagte Billeter. Der Abschied falle ihr nicht schwer, weil sie wisse, dass es weitergehe. «Wenn es keinen Markt mehr geben würde, wäre es etwas anderes.»

Ein Markt mit Fluss

Lässig fand sie an ihrem letzten Markt, dass auch der Stadtverein Dietikon mit einem eigenen Informationsstand auf dem Kirchplatz vertreten war und gleichzeitig zum zweiten Tag der Reppisch einlud. «Dieses Angebot wurde einst ins Leben gerufen, um die Stadt zu beleben», sagte Billeter. Alles, was dazu beitrage, sei ihr willkommen.

Nach der Durchführung des ersten Tages der Reppisch im Jahr 2015 fanden zur Entdeckung des rund 27 Kilometer langen Flusses auch am zweiten Tag wiederum diverse Aktivitäten statt. In der Kunstgalerie Bachlechner konnte man einkehren, die Kinder konnten kreative Kunstwerke zaubern. Am frühen Morgen führte Peter Müdespacher einen grösseren geologischen Rundgang entlang der Reppisch durch. Auf dem Weg begegnete diese Gruppe einer anderen kleinen Versammlung, die gerade auf dem Weg zum Marmoriweiher war. Dieser zweite Spaziergang wurde am Nachmittag ein weiteres Mal angeboten und von den beiden Stadtführerinnen Edith Schilling und Catherine Peer eindrücklich mit diversen Bildern gestaltet.

Dietikon war immer ein Dorf an der Reppisch

Sieben Mal wurde bei diesem Spaziergang die Reppisch überquert. Dabei erzählten die Stadtführerinnen über die Gebäude und das Gewässer jeweils Anekdoten aus der Vergangenheit. Dabei kam bei den Teilnehmern auch Bedauern auf, als die vielen Metzgereien, Käsereien und Bäckereien erwähnt wurden, die einst einen grossen Teil des Dorflebens ausmachten, zwischenzeitlich jedoch ihre Türen geschlossen haben. Am Ende der Führung war klar, warum Schilling zu Beginn darauf hingewiesen hatte, dass Dietikon immer ein Dorf an der Reppisch war.

Isabelle Sommer, die seit acht Jahren in Dietikon zuhause ist, nahm an der Führung teil, um mehr über die Ortschaft zu erfahren. «Ich wollte endlich mehr wissen und bin deshalb sehr zufrieden mit der Führung, es war sehr spannend und interessant», sagte sie.

Es werde wieder einen Tag der Reppisch geben, aber nicht jährlich – und das sei richtig so, finden die beiden Stadtführerinnen. Dem stimmte am Stand des Stadtvereins auch Bruno Kaufmann zu. Er gab mit Urs Spörri Auskunft über vergangene Überschwemmungen, welche die meist doch so harmlos dahinplätschernde Reppisch verursacht hatte.

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