Oetwil
Der Heimetchor Limmiggruess zaubert ein bisschen heile Welt

«Limmigruess einst und heute» – unter diesem Motto gab sich der Heimetchor Limmigruess am Freitag und Samstag die Ehre. So reiste man zuerst in die Vergangenheit. Später ging die Post ab mit einem Rap und zum Dessert gabs ein Lustspiel.

Susanne Brem
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Unterstützt vom Trachenchor Schlieren ging der Heimetchor Limmiggruess Oetwil im ersten Teil in die Vergangenheit.
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Die Leitung hatte Dirigent Peter Thalmann
Margrit Gitleson gab das Stück Memory aus dem Musical Cats zum Besten. Dann öffnete sich der Vorhang und hervor kam...
...eine bunt gemischte Truppe...
...die einen Rap zum Besten gab...!
Der Heimetchor Limmigruess trat in der Gmeindschüür in Oetwil auf
Dirigent Peter Thalman reiste mit seiner Crew über den Atlanik...
...in die USA...
...und schliesslich nach Südamerika...
...wo man das Lied la Cucheracha zum Besten gab.
Im anschliessenden Schwank...
...Überraschig us em Oschte...
... ging bald so manches...
...drunter und drüber...
... sodass Bauer Winkelried zur Heugabel greifen musste.

Unterstützt vom Trachenchor Schlieren ging der Heimetchor Limmiggruess Oetwil im ersten Teil in die Vergangenheit.

Susanne Brem

«Grüess di Gott, du liebi Heimat», so sangen die Männer und Frauen vom Heimetchor zum Auftakt. Sie besangen «s’Heimatdörfli» und «s’Abiglüüte am Zürisee». Sie trugen alle eine Tracht, die meisten von ihnen eine Zürcher Werktages-Tracht. Und es klang fast ein bisschen wie heile Welt in dieser sonst so hektischen Zeit.

Unterstützt wurde der Chor in diesem gesanglichen ersten Teil vom Trachtenchor Schlieren. Unter der Leitung von Dirigent Peter Thalmann reiste der Chor vom «Heimetdörfli» hinaus in die Ferne. Jetzt sollte man nur nicht denken, dass die Leute von damals nicht gereist wären: Man reiste schon – nur vielleicht nicht so weit. So ging man musikalisch hinaus ins «Bärnbiet» und versuchte sich gesanglich im Oberländer Dialekt, wo die Worte «plötzlich eifach angersch uusgesproche wärde und us ‹Heimat› plötzlich ‹Heimet›» wurde. Für den Chor aus dem Limmattal war das sicher eine sprachliche Herausforderung. Die nächste Station war am Rhein: «Ich weiss nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin ...», sang der Chor. Er sang das Lied der Lorelei: «... vom Märchen aus uralten Zeiten.»

Eine Überraschung folgte im zweiten Teil des Konzerts. Nach einer Solo-Einlage von Margrit Gittelson, die ganz alleine auf der Bühne das Stück «Memory» aus dem Musical «Cats» wiedergab, öffnete sich der Vorhang und hervor kam eine bunt gemischte Truppe von Leuten, bestückt mit coolen Sonnenbrillen, Lederjacken und farbigen Käppis. Man schmetterte einen Rap ins Publikum und landete direkt im Heute: «Singe isch so cool, so heiss. Macht viel Freud und triibt de Schweiss ...» und den Leuten auf der Bühne stand die Freude am Singen im Gesicht geschrieben.

Musikalisch wagte man sich an den Song «My Heart will go on» aus dem Film «Titanic». Man reiste über den Atlantik in die USA, wo man den Gospel «Heaven is a wonderful Place» zum Besten gab und schliesslich landete man in Südamerika, wo die Küchenschabe «La Cucaracha» anzutreffen war.

Nach dem Konzertteil war der Schwank «Überraschig us em Oschte» an der Reihe, ein Lustspiel in zwei Akten von Claudia Gysel. Er spielt auf dem Hof der Familie Winkelried, wo alles ziemlich drunter und drüber geht. Die Arbeit auf dem Hof kann das Ehepaar Heidi und Paul Winkelried nicht mehr alleine bewältigen. Tante Fine wünscht sich deshalb einen richtigen Knecht, der Ueli heisst. Doch den gibt es leider heute nicht mehr. Dafür hat man nun den Praktikanten Wladimir aus dem Osten eingestellt. Der sorgt für einige Missverständnisse. Weil er kaum Deutsch spricht und natürlich läuft alles schief.

Als nun die Tochter Melanie auch noch mit einem Mann aus Nairobi und die andere Tochter Silvia mit einem Mann aus Moskau anbändelt, steht der Haussegen erst recht schief. Zu all dem will auch ein reicher Spekulant aus dem Osten das ganze gute Ackerland kaufen und darauf Wohnungen bauen.

Kein Wunder, platzt dem armen Bauern der Kragen, er greift zur Mistgabel und jagt die «fremden Fötzel» zum Teufel. Und wie immer, in einem Schwank, wendet sich am Ende doch noch alles zum Guten.

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