Bergdietikon

Der Hasenbergturm steht frühestens im Sommer 2021 – weshalb sich der Bau des Turms verzögert

Aktuell sieht es am Turm-Standort noch so aus. So soll der Hasenbergturm in der Nähe des Haus Morgenstern in Widen aussehen.

Aktuell sieht es am Turm-Standort noch so aus. So soll der Hasenbergturm in der Nähe des Haus Morgenstern in Widen aussehen.

Der 35-Meter-Aussichtsturm auf dem Mutschellen nahe von Bergdietikon steht frühestens im Sommer 2021.

Vergangene Woche feierte der Trägerverein Hasenbergturm seinen zweiten Geburtstag. Die Mitglieder um Präsident Peter Spring konnten aber nicht auf der geplanten, 35 Meter hohen Aussichtsplattform anstossen. Denn der Turm auf dem Land der Stiftung Haus Morgenstern in Widen nahe der Grenze zu Bergdietikon steht noch gar nicht.

Obwohl alle Baubewilligungen und finanziellen Zusicherungen für die geschätzten Kosten von rund 910'000 Franken seit Mitte letzten Jahres vorliegen. Woran hapert es, dass der Hasenbergturm mit seinen zukünftigen 211 Treppenstufen die Ausflügler noch nicht mit einem weiten Blick in die Ferne über Ostschweiz, Innerschweiz oder Berner Alpen belohnt?

Widens Gemeindeammann Peter Spring (FDP) erklärt auf Anfrage: «Das Projekt hat eine leichte Verzögerung erhalten, weil die Offerten der vier Generalunternehmer teilweise deutlich über unseren Vorstellungen lagen.» Um herauszufinden, wo man allenfalls beim Bau des Turmes Abstriche machen könnte, gab der Verein bei der Firma Makiol Wiederkehr in Beinwil am See eine Analyse in Auftrag. Mittlerweile ist diese ausgewertet.

Statt Generalunternehmer einzelne Bauaufträge

Spring erklärt: «Das Projekt hat jetzt wieder Fahrt aufge­nommen. Wir haben ent­schieden, die Leistungen einzeln und nicht an eine Generalunternehmung zu vergeben. Wir holen dazu ­Offerten beispielsweise für das Holz, den Aushub oder den Gerüstbau ein. Zu­sätzlich ­verhandeln wir mit Firmen, die ihre Arbeiten im Sinne eines Sponsorings ausführen könnten.» Klar ist gemäss Aussage des Vereinspräsidenten, dass an der Charakteristik des gleich­seitigen Dreiecksturms sowie der Höhe nichts geändert wird.

Sparpotenzial ist vorhanden. Spring gibt Beispiele: «Ist eine Turm-Beleuchtung nötig? Wir kamen zum Schluss: Nein, ist sie nicht. Es reicht eine Steckdose, die man für Unterhaltsarbeiten verwenden kann. Ursprünglich stellten wir die Bedingung, dass mit Schweizer Holz gebaut wird. Das ist nun auch nicht mehr zwingend. Diskutiert wird ­zudem die Holzart.» Spring hofft, dass die endgültige ­Finanzierung im Sommer ­geklärt ist und im Spätherbst der Spatenstich erfolgen kann. Dann könnte der Hasenbergturm im Sommer 2021 die ­ersten Besucher begrüssen.

«Wir stehen nicht unter ­Zeitdruck. Ob der Turm drei ­Monate früher oder später steht, ist nicht so zentral», sagt Spring. Vielleicht sei es am Anfang mit den problemlosen Bewilligungen und der raschen Finanzierung fast etwas zu einfach ­gelaufen. Die 211 Treppenstufen à je 500 Franken, die Interessierte «sponsern» konnten, waren ­bereits nach der Gewerbe­ausstellung Mega im April 2019 alle verkauft.

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