Heftig diskutiert wurde über die Umzonung des Haldenhofs von der Landwirtschafts- in eine Erholungszone. Die Eigentümer, die Familie Helfenberger, wollen den Hof auf einen Reitbetrieb umstellen. Einerseits wurde eine Zunahme des Verkehrs angemahnt, andererseits befürchteten vor allem Anwohner eine Zunahme des allgemeinen Betriebs. Die Änderung der Zone bedingte auch einen privaten Gestaltungsplan.

Die Diskussion war zum Teil sehr heftig, vor allem die Gegner malten die schlimmsten Befürchtungen an die Wand. Es würde ein grosser, lärmiger Rummel entstehen, wenn die Zahl der derzeit 24 auf neu 40 Pferde erhöht würde. Es bestehe auch ein Interessenkonflikt, der vom Gemeinderat nicht öffentlich gemacht worden sei. Es sei ein falsches Zeichen im Umgang mit persönlichen Interessen. Damit war Roland Helfenberger angesprochen, der Gemeinderat, dem der Hof mitgehört. Dieser sei jedoch, das betonte Gemeindepräsident Hans Jahn, stets in den Ausstand getreten, wenn es im Gemeinderat um das vorliegende Geschäft ging.

Positiv für die Jugend

Befürworter lobten die positiven Auswirkungen, die ein solcher Reitbetrieb auf die Jugend hat. Gemeindepräsident Jahn erklärte weiter, ein Landwirtschaftsbetrieb müsse sich weiter entwickeln können, damit eine Familie ein Einkommen haben könne. Der Gemeinderat unterstütze dies. Neu werde aus einem Landwirtschaftsbetrieb ein Gewerbebetrieb mit Pferden.

Klares Verdikt

Bei der Abstimmung über die Teilrevision der Nutzungsplanung setzte sich der gemeinderätliche Antrag mit 137 zu 17 Stimmen durch. Auch der private Gestaltungsplan wurde deutlich mit grossem Ja-Mehr und bei lediglich 14 Nein-Stimmen angenommen. Zuvor hatte noch ein Stimmbürger einen Antrag auf geheime Abstimmung gestellt. Ein Viertel der anwesenden Stimmen wäre vonnöten gewesen. Bei 188 Teilnehmenden erreichte der Antrag jedoch nur 25 Stimmen.

Darlehen gewährt

Ein Darlehen von 55 000 Franken mit einer Laufzeit von zehn Jahren passierte bei nur drei Gegenstimmen. Die Gemeinde gibt diesen Betrag an das Ehepaar Steiner, das in einem über 200-jährigen, denkmalgeschützten Haus lebt. Neben dem Heimatschutz, den Eigentümern hat auch die Gemeinde bereits etwas an die Sanierung der Fassade bezahlt. Diese ist vom Hausschwamm befallen. Das Darlehen wird zu einem Prozent verzinst und soll zurückbezahlt werden.

Die Versammlung sprach des Weiteren einen Bruttokredit von 175 000 Franken für die Wasserleitung im Gebiet Stüber. Damit wird das letzte Teilstück der äusseren Ringleitung geschlossen. Die Versammlung bürgerte den ungarischen Staatsangehörigen Edwin Varga einstimmig ein. Er erhielt Applaus von der Versammlung.

Ferner genehmigte die Primarschulgemeindeversammlung die Rechnung 2012 mit einem Ertragsüberschuss von 19 500 Franken einstimmig. Die Versammlung der politischen Gemeinde stimmte der Rechnung 2012 ebenfalls einstimmig zu. Sie schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 190 000 Franken und damit deutlich besser als im Budget ausgewiesen.