Dietikon
Der giftige Pilz lässt die Eschen nicht in Ruhe

Der Eschenbestand im Wald schwindet unaufhaltsam weiter. Die Bäume sind gegen den Pilz nicht resistent geworden. Der Revierförster von Dietikon Felix Holenstein ist ratlos. «Es ist schlimm, zusehen zu müssen und nichts tun zu können.»

Anina Gepp
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Der asiatische Pilz macht den Eschen den Garaus.

Der asiatische Pilz macht den Eschen den Garaus.

Limmattaler Zeitung

Sie kämpfen ums Überleben, verzweigen sich neu, probieren nochmals frische Triebe zu machen und sterben dann doch. Die jungen Eschen im Dietiker Wald sind kaum zwei Meter hoch und schon gänzlich vom Pilz befallen. Ihre Blätter sind verwelkt, einzelne Äste gar kahl. Das Eschensterben begann im Dietiker Honeret vor gut vier Jahren. Revierförster Felix Holenstein hatte aber immer noch gehofft, die Bäume würden gegen den Pilz resistent werden oder er würde von selbst wieder verschwinden. Das war im Oktober 2012 (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Das Holz wird wertlos

Mittlerweile ist Holensteins Optimismus fast gänzlich verschwunden und einige der älteren Bäume sind bereits gefällt worden. «Wir müssen die Eschen nutzen, bevor sie ganz sterben und das Holz wertlos ist.» Der Pilz dringt in die grünen Blätter ein, wächst ins Holz und gelangt bis ins Mark. Durch die Verfärbung verliert das Holz auf dem Markt an Wert.

Jetzt im Sommer, wo alle Bäume ihre volle Blättertracht tragen, macht Holenstein Bestandsaufnahme. Zurzeit ist am besten sichtbar, wie es um die Eschen steht, da sie zwischen all den grünen Bäumen als kahle Pflanzen hervorstechen. Einige der Bäume müssen weichen, da sie ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die dürren Baumkronen könnten abbrechen und herunterfallen.

Wichtige Baumart geht verloren

Geschieht nicht noch ein Wunder, wird in Zukunft eine wichtige Baumart im Dietiker Wald fehlen. Rund 12 Prozent des Walbestandes besteht aus Eschen. «Es ist schlimm, zusehen zu müssen und nichts tun zu können», so Holenstein. Der Pilz aus Asien sei kein natürlicher Feind der Esche, deshalb sei sie nicht resistent gegen ihn. Nur noch vereinzelte Eschen sehen noch gesund aus. Sie seien die letzten Hoffnungsträger, so Holenstein.

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