Uitikon
Der Frühlingsmarkt ist wie ein Dorffest – und eine Plattform für lokale Anbieter

Am Frühlingsmarkt in Uitikon boten regionale Marktfahrer sowie Standbetreiber aus Jaun, dem Safiental und Uri ihre Produkte zum Kauf an. Fürs leibliche Wohl sorgten die Pfannä-Mannä.

Ly Vuong
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Die Holzketten von Melina Franscella sind bei Kindern beliebt.
28 Bilder
Für eine riesige Auswahl an Pasta sorgten die Pfannä-Mannä.
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Der Uitiker Gemeindepraesident Chris Linder war auch vor Ort - hier begruesst er gerade eine Uitikerin
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Kaethi Stucki vom Safiental verkaufte auch Roeteli Kirschlikoer mit dem man im Buendnerland an Neujahr anstosst
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Matti freut sich gerade ueber eine italienische Gelati von Matias Hofstetter
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Ernst und Brigitte Bosshard vom Sonnegghof - Brigitte Bosshard backte 25 kg Mehl fuer Butterzopf und 15kg Mehl fuer andere Brote - beliebt sind ihre Butterbretzeli mit Berner Rezept weil sie gebuertige Bernerin ist
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Fleischerzeugnis und Samen am Stand vom Kloster Fahr
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Nevya (links) und Alenia haben sich ein Gluecksarmbaendel erstanden beim Stand von Must-Haves4Kids
Frühlingsmarkt Uitikon
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Spielsachen für Kinder
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Produkte aus Armenien vom Projekt Ziran das Armenien unterstützt
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Die Praesidentin vom Natur- und Vogelschutzverein Gartenroetel Uitikon Christine Gerloff (dunkelblaue Jacke) machte Werbung fuer die aktuelle Natur-Initiative
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Siamfood beim Stand von Suvan Lüthi - sie hat rund 50 Portionen vorbereitet
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Schwester Beatrice vom Kloster Fahr verkauft Tomatensetzlinge und verschiedene Samen aus dem Klostergarten wie etwa Haferwurz Spargelbohne oder Malve
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Hans Pierrot bot Produkte aus Armenien feil - vom Entwicklungshilfsprojekt Ziran - Ziran heisst auf Armenisch Aprikose die Nationsfrucht - die gedoerrten Aprikosen schmecken besonders aromatisch sagt Pierrot Hans
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Der Frühlingsmarkt auf dem Dorfplatz hatte Wetterglueck
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Der Feuerwehrverein Uitikon hat zusammen mit dem FC Uitikon die Marktstaende aufgestellt - hier arbeitet der Feuerwehrverein mit den Pfannae-Mannae Uedike zusammen und gibt Baendeli aus fuers Essen
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Am fruehen Vormittag hatten die Marktfahrer noch Zeit mit einander zu schwatzen im Bild Barbara Huber (links) und Schwester Beatrice vom Kloster Fahr
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Auch Steinboecke aus Holz war am Fruehlingsmarkt zu erstehen - vom Safiental
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Der FC Uitikon war auch vor Ort mit Torwand und Ballone - im Bild Michael Glotzmann (links) und Dario Frei
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Am Fruehlingsmarkt konnten die Besucher auch zusammen speisen und trinken - dafuer sorgten die Pfannae-Mannae Uedike
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Der Gemeindepraesident Jean-Claude Schuwey aus Jaun macht Werbung fuer Produkte aus seiner Region - wie etwa Birnenkonfituere das Senf enthaelt oder Milchbrot mit Safran das frueher nur zur Chilbizeit gab
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Beim Stand des Natur- und Vogelschutzverein Gartenroetel Uitikon kann man sich bei der Vereinspraesidentin Christine Gerloff ueber verschiedene Methoden zum Schutz der Natur informieren
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Fausto Cartillone von den Pfannae-Mannae Uedike servierte verschiedene Weine - beliebt am Fruehlingsmarkt waren welsche Weissweine weil sie leicht und fruchtig sind
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Doris Ziegler (links) mit Tochter Brigitte aus Uri verkaufen verschiedene Produkte von Baeuerinnen - wie etwa Schnaps oder Uerner Wildheuspeck - am beliebtesten seien am Morgen die Nidletaefeli gewesen
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Inspiration für ihren Kinderschmuck holt Melina Franscella aus Instagram
Frühlingsmarkt Dorfplatz Joseph Zay (links) und Roger Schuwey aus Imfang sorgen fuer die musikalische Unterhaltung beim Stand der Gemeinde Jaun
Impressionen vom Frühlingsmarkt in Uitikon Die Organisatorin Barbara Huber von der Kultur- und Freizeitkommission verkaufte Schnaps und Chutney von eigenen Fruechten wie Zwetschgen oder Aepfel - ein Partyhit sei ihr Erdbeerlikör - verführerisch frisch und süss

Die Holzketten von Melina Franscella sind bei Kindern beliebt.

Ly Vuong

Ein Frühlingsmarkt wie aus dem Bilderbuch fand am Samstag auf dem Dorfplatz statt. Als habe die Freizeit- und Kulturkommission Uitikon die milde Sonne mit in die Planung einbezogen, konnten die 17 Standbetreiber bei idealem Wetter ihre Waren präsentieren. «Der Markt im Frühling und Herbst hat bei uns Tradition. Die Leute schätzen ihn, es ist ein Dorfanlass, wo man sich trifft», sagte Gemeindepräsident Chris Linder, während er durch den Markt flanierte.

Wie bei einem Dorffest galt auch beim Frühlingsmarkt, dabei sein ist alles: «Es geht nur ums Mitmachen», sagte Suvan Lüthi. Sie verkaufte Curry mit Reis und Frühlingsrollen. Ein paar Stände weiter konnten die Besucher beim Buffet des Vereins «Pfannä-Mannä Üdike» aus 27 Beilagen wie Pilzen, Crevetten, Rauchlachs, Speck, Schinken und verschiedenen Gemüsen auswählen.

Vor den Kunden bereiteten die Pfannä-Mannä mit den gewählten Zutaten frische Pasta zu. «Wir haben für rund 350 Portionen vorbereitet», sagte Schorsch Stäubli. Neben Pasta servierten die Pfannä-Mannä auch Wein. «Weisswein kommt heute bei den Besuchern am besten an, weil er frisch und leicht ist», sagte Fausto Cartillone vom Weinstand.

Ein breites Angebot

Auch Hochprozentiges gab es an einigen Ständen. «Unser Röteli ist ein Kirschlikör, den man im Bündnerland an Neujahr zum Anstossen verwendet», erklärte Käthi Stucki aus dem Safiental. Das Safiental und die Gemeinde Jaun erhalten Berghilfe von Uitikon. Als Dank bereicherten sie den Frühlingsmarkt mit Produkten aus ihrer Region. «Unser Milchbrot ist mit Safran. Früher gab es dieses Brot nur zu Chilbizeiten. Am besten schmeckt es mit ‹Moutarde de Bérichon›, einer Art Birnenkonfitüre, die Senf enthält», sagte der Jauner Gemeindepräsident Jean-Claude Schuwey.

Der Frühlingsmarkt hat auch eine kosmopolitische Seite. Neben selbst gemachtem italienischem Gelato war auch das Entwicklungshilfsprojekt Ziran mit Spezialitäten aus Armenien vertreten. «Die Aprikose, ‹Ziran› auf Armenisch, ist Armeniens Nationalfrucht. Die getrockneten Aprikosen von armenischen Produzenten sind besonders aromatisch», sagte Hans Pierrot von «Ziran».

Vor allem bot der Frühlingsmarkt aber eines: Eine Plattform für lokale Anbieter, die Käse und Fleischerzeugnisse, aber auch Geschenkartikel verkauften. Kinderaugen glänzten etwa beim Marktstand von Melina Franscella. «Die Holzperlenketten mit Tierfigur ist mein Kerngeschäft. Ich hole für den Kinderschmuck Inspiration auf Instagram», sagte Franscella, die den Onlineshop «Must-Haves 4 Kids» betreibt.

Auch die Natur kam nicht zu kurz. Der Natur- und Vogelschutzverein Gartenrötel informierte zu naturnahen Gärten, und das Kloster Fahr verkaufte Setzlinge und Samen. «Ideal wäre, wenn auch Anbieter von Gemüse und Früchten mit an Bord wären», sagte Organisatorin Barbara Huber, die selbst als Marktfahrerin verschiedene selbst gemachte Liköre verkaufte.

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