Ein Frühlingsmarkt wie aus dem Bilderbuch fand am Samstag auf dem Dorfplatz statt. Als habe die Freizeit- und Kulturkommission Uitikon die milde Sonne mit in die Planung einbezogen, konnten die 17 Standbetreiber bei idealem Wetter ihre Waren präsentieren. «Der Markt im Frühling und Herbst hat bei uns Tradition. Die Leute schätzen ihn, es ist ein Dorfanlass, wo man sich trifft», sagte Gemeindepräsident Chris Linder, während er durch den Markt flanierte.

Wie bei einem Dorffest galt auch beim Frühlingsmarkt, dabei sein ist alles: «Es geht nur ums Mitmachen», sagte Suvan Lüthi. Sie verkaufte Curry mit Reis und Frühlingsrollen. Ein paar Stände weiter konnten die Besucher beim Buffet des Vereins «Pfannä-Mannä Üdike» aus 27 Beilagen wie Pilzen, Crevetten, Rauchlachs, Speck, Schinken und verschiedenen Gemüsen auswählen.

Vor den Kunden bereiteten die Pfannä-Mannä mit den gewählten Zutaten frische Pasta zu. «Wir haben für rund 350 Portionen vorbereitet», sagte Schorsch Stäubli. Neben Pasta servierten die Pfannä-Mannä auch Wein. «Weisswein kommt heute bei den Besuchern am besten an, weil er frisch und leicht ist», sagte Fausto Cartillone vom Weinstand.

Ein breites Angebot

Auch Hochprozentiges gab es an einigen Ständen. «Unser Röteli ist ein Kirschlikör, den man im Bündnerland an Neujahr zum Anstossen verwendet», erklärte Käthi Stucki aus dem Safiental. Das Safiental und die Gemeinde Jaun erhalten Berghilfe von Uitikon. Als Dank bereicherten sie den Frühlingsmarkt mit Produkten aus ihrer Region. «Unser Milchbrot ist mit Safran. Früher gab es dieses Brot nur zu Chilbizeiten. Am besten schmeckt es mit ‹Moutarde de Bérichon›, einer Art Birnenkonfitüre, die Senf enthält», sagte der Jauner Gemeindepräsident Jean-Claude Schuwey.

Der Frühlingsmarkt hat auch eine kosmopolitische Seite. Neben selbst gemachtem italienischem Gelato war auch das Entwicklungshilfsprojekt Ziran mit Spezialitäten aus Armenien vertreten. «Die Aprikose, ‹Ziran› auf Armenisch, ist Armeniens Nationalfrucht. Die getrockneten Aprikosen von armenischen Produzenten sind besonders aromatisch», sagte Hans Pierrot von «Ziran».

Vor allem bot der Frühlingsmarkt aber eines: Eine Plattform für lokale Anbieter, die Käse und Fleischerzeugnisse, aber auch Geschenkartikel verkauften. Kinderaugen glänzten etwa beim Marktstand von Melina Franscella. «Die Holzperlenketten mit Tierfigur ist mein Kerngeschäft. Ich hole für den Kinderschmuck Inspiration auf Instagram», sagte Franscella, die den Onlineshop «Must-Haves 4 Kids» betreibt.

Auch die Natur kam nicht zu kurz. Der Natur- und Vogelschutzverein Gartenrötel informierte zu naturnahen Gärten, und das Kloster Fahr verkaufte Setzlinge und Samen. «Ideal wäre, wenn auch Anbieter von Gemüse und Früchten mit an Bord wären», sagte Organisatorin Barbara Huber, die selbst als Marktfahrerin verschiedene selbst gemachte Liköre verkaufte.