Urdorf
«Der Ferienspass ist bei den Kindern mittlerweile fest verankert»

130 Teilnehmende haben sich dieses Jahr für insgesamt 380 Events des Urdorfer Ferienspasses für daheimgebliebene Schülerinnen und Schüler angemeldet.

Flavio Fuoli
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Impressionen vom Ferienspass Urdorf
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Impressionen vom Ferienspass Urdorf

Limmattaler Zeitung

Es sieht zum Johlen aus. In der Umkleidekabine der Feuerwehr Urdorf dürfen Schüler tun, was sonst niemand darf: Sie probieren die schwere Einsatzausrüstung der Feuerwehrleute aus. Am beliebtesten ist diejenige des Kommandanten. Ein Mädchen verschwindet fast unter Jacke, Hose und Helm. Auch die anderen Teilnehmer dieses Ferienspass-Anlasses tun es ihr mit gleichem Effort nach. Es ist ein Gaudi, alle lachen. Der Besuch bei der Feuerwehr ist eines von 34 Angeboten des diesjährigen, bereits achten Ferienspasses der Jugendkommission und der Jugendarbeit Urdorf. «Rund 130 Schülerinnen und Schüler haben sich dieses Jahr angemeldet, für insgesamt 380 Events», sagt Jugendarbeiterin Andrea Köbeli Jah. Das macht im Durchschnitt drei Anmeldungen pro Person.

Zum Teil mit Wartelisten

«Man merkt, der mittlerweile achte Ferienspass ist bei den Kindern fest verankert», freut sich die Jugendarbeiterin. «Es gibt mit der Zeit viele bekannte Gesichter, welche das Angebot rege nützen.» Angebote gibt es für alle Schüler: Von der Unter- über die Mittel bis zur Oberstufe.

Die absoluten Renner sind das Brötlibacken und das Tennisspielen. Das Brötlibacken? «Keine Ahnung wieso, aber es ist immer ausgebucht. Vielleicht liegts daran, dass die Kinder im Teig herumkneten und etwas nach Hause nehmen dürfen», bemerkt Andrea Köbeli Jah dazu. Für einige Angebote, wie eben Brötlibacken und Tennis gibts gar Wartelisten. Allerdings mussten auch vier Angebote mangels Interesse abgesagt werden: Curling, Beachvolleyball, Kunst im Wald und die erste Abenteuerlesung. Dies betraf vor allem Angebote aus der ersten der drei Ferienspasswochen, als noch viele in den Ferien weilten. Der Ferienspass dauert von der dritten bis in die fünfte Ferienwoche. Die weiteren Highlights von der Besucherzahlen her sind der Badeplausch mit 44 Anmeldungen, die zweite Abenteuerlesung, Unihockey, und «Pimp up your Room», wo der Urdorfer Inneneinrichter Florido Giunchi der Jugend zeigt, wie sie ihr Zimmer neu gestalten können.

Mehr Mädchen machen mit

Erfreut zeigt sich die Jugendarbeiterin über die Teilnahme der Mädchen der Oberstufe. Das Hairstyling ist ein neues Angebot, das sehr gut besucht wurde. Bei der Parfümherstellung machen doppelt so viele Mädchen mit wie im letzten Jahr.

Positiv sieht die Jugendarbeiterin die Bewerbungen von Gewerbe und anderen Veranstaltern, die sich freiwillig für eine Teilnahme melden. «Ich muss nicht mehr so viele Leute anfragen wie früher», so Köbeli Jah. Dieses Jahr kamen die Angebote Judo und neu drei statt zwei Tanzevents der Tanzschule von Sarah Heldner-Angelsberger hinzu. Andrea Köbeli Jah hat festgestellt, dass durch die Ferienspasskursen bei den Tanz- und Sportangeboten Kinder Geschmack daran finden würden und hängen blieben. «Sie schnuppern, und sie bleiben bei der Sportart.»

Die 24 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Feuerwehranlasses erwartet nach der Anprobe der Feuerwehrbekleidung, der Besichtigung der Feuerwehrfahrzeuge und der -filme einen weiteren Höhepunkt: Auf dem Werkhof Tyslimatt dürfen sie mit den Schläuchen des Tanklöschfahrzeugs Feuer löschen und mit der Autodrehleiter in die Höhe fahren. Wetten, dass sich so mancher Schüler vornimmt, einmal der Feuerwehr beizutreten?