Davon träumt jeder Fussball-Trainer. So stellt er sich das perfekte Spiel vor. Praktisch jeder Pass gelingt, viele Torchancen werden herausgespielt und der Einsatz stimmt zu hundert Prozent. So kam sich wohl Dietikon-Trainer Goran Ivelj im Auswärtsspiel gegen Olten vor. „Jeder hat für den anderen gekämpft und wir sind über 90 Minuten als Team aufgetreten. Das macht einem sehr zufrieden“, bilanzierte eine sichtlich stolzer Dietikon-Trainer das Geschehene nach Spielschluss.

Tatsächlich waren die Dietiker über die gesamte Spielzeit die dominierende Equipe. Der FC Olten kam zwar in der 9. Minute zu einem zu recht abgepfiffenen Abseitstor und als das Spiel schon entschieden war in der 88. Minute noch zu einem Pfostentreffer – das war es dann aber schon an gefährlichen Aktionen. Ansonsten war die Auswärtsmannschaft „Herr im Hause“.

Nur beim 1:0 benötigte Dietikon ein wenig Glück

Besonders Dietikon-Captain Naim Haziri war einer der Aktivposten. Haziri dirigierte umsichtig, las das Spiel perfekt und seine Pässe kamen praktisch immer an den Mann. „Haziri war heute einer unserer Schlüsselspieler“, so Coach Ivelj mit einem Extra-Lob an seinen Mittelfeld-Chef. Doch auch die restliche Mannschaft des FCD zeigte von A bis Z eine homogene, geschlossene Mannschaftsleistung.

Das spielte es auch keine Rolle, dass beim 1:0-Führungstreffer in der 23. Minute ein wenig Glück mit im Spiel war. Fabio Capone wurde von seinem Sturmpartner Dragan Durovic perfekt per Brustablage bedient und sah dann seinen Abschluss zwar von Olten-Keeper Husi pariert, doch der Ball war knapp hinter der Linie. Das Schiedsrichter-Gespann entschied sofort auf „Treffer“. Ja, manchmal wäre auch toll, die Torlinientechnik, wäre sie nicht so teuer, würde auch im Amateurfussball stattfinden.

Teilweise wunderbar herausgespielte Treffer des FCD

Dietikon war’s egal. Unbeeindruckt vom diesem 1:0 startete man danach Angriff um Angriff. Und die Ivelj-Elf belohnte sich noch vor der Pause mit den teilweise wunderbar herausgespielten Treffern zum 2:0 und 3:0. Dieses Mal war man dann auch so clever und konzentriert genug diesen Vorsprung anders als beim 2:2-Remis (nach 2:0-Führung) eine Woche zuvor gegen Lenzburg über die Ziellinie zu bringen.

„Heute ist uns sicherlich ein beinahe perfektes Spiel gelungen. Das wir noch zu Null gespielt haben, rundet das ganze Spiel ab“, freute sich 3:0-Torschütze Durovic. Ja, sollte dem FC Dietikon in der nächsten Runde im Heimspiel gegen den FC Rothrist eine ähnliche Leistung gelingen, wird es wohl sehr schwer für ihren Gegner.