Oetwil

Der erste platte Reifen kam kurz vor der äthiopischen Grenze

Auf seinem Trip durch Afrika trifft Lukas Steiner auf Sandstürme und friedliche Affen. Er möchte mit dieser Fahrrad-Reise Geld für ein äthiopisches Hilfswerk sammeln. Im August flog er nach Kairo – jetzt ist er bereits in Kenia.

Lukas Steiner startete Ende Juni seine einjährige Abenteuerfahrt mit dem Velo von Oetwil nach Kapstadt. Das Ziel: Geld für ein äthiopisches Hilfswerk zu sammeln. Ende Juli erreichte er Athen und Anfang August flog er nach Kairo. Unterdessen hat der 24-Jährige bereits zahlreiche Kilometer auf dem afrikanischen Kontinent zurückgelegt. Seine Route führte von Ägypten über den Sudan nach Äthiopien und Kenia.

Derzeit befindet sich Steiner in der nordkenianischen Stadt Marsabit, wo er in einem Camp eines Schweizers untergekommen ist. «Mir geht es gut. Ich geniesse die Eindrücke und die Begegnungen sehr», sagt Steiner. Kenia gefalle ihm. «Die Leute sind sehr freundlich und fröhlich. Ich spüre die afrikanische Lebensfreude.»

Fasziniert ist Steiner aber nicht nur von den Menschen, sondern auch von der Tierwelt. «Ich habe bereits Sträusse und Antilopen gesehen. Bald fahre ich ins Gebiet, wo Elefanten, Nashörner und Löwen leben.»

Bereits in Äthiopien machte Steiner Bekanntschaft mit wilden Tieren. «Im Simien-Nationalpark traf ich auf Gelada Baboons. Die Affen ernähren sich von Gras und sind extrem friedlich. Ich konnte ganz nahe zu ihnen hingehen.» Auch genossen hat der Oetwiler die Nächte unter freiem Sternenhimmel in der Sahara im Sudan. «Ich war ganz alleine irgendwo im Nirgendwo, habe meine Pasta zum Znacht gekocht und in den Himmel hochgeschaut.»

Sandstürme erlebte er aber auch. Im Sommer durch die Wüste zu fahren sei körperlich extrem anstrengend. «Ich habe 14 Liter Wasser am Tag getrunken.» Den ersten und bisher einzigen platten Reifen gab es nach 5500 zurückgelegten Kilometern im Sudan kurz vor der Grenze zu Äthiopien. Unschöne Erfahrungen gab es für Steiner aber auch. «Ich wurde in Äthiopien während der Fahrt mit Steinen beworfen, angeschrien und um Geld gebeten.»

In den kommenden Tagen wird Steiner eine kleine Fahrpause einlegen, um ein Nashorn-Konservatorium zu besuchen. Und auch danach hat er viel vor. «Ich plane eine fünftägige Wanderung auf den über 5000 Meter hohen Mount Kenia. Das soll der schönste Berg Afrikas sein.»

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