Neben der Limmattalbahn wird den Stimmberechtigten kein weiteres Sachgeschäft vorgelegt. Am selben Tag findet aber der – angesichts der Ausgangslage wohl erforderliche – zweite Wahlgang der Zürcher Ständeratskandidaten statt. Es ist demnach von einer hohen Beteiligung auszugehen. 

Der Kantonsrat hatte den “Staatsbeiträgen für den Bau der Limmattalbahn sowie für ergänzende Massnahmen am Strassennetz“ im März klar zugestimmt. Das Projekt wird in der Region von allen Parteien grundsätzlich unterstützt. Gestern hat sich in Dietikon ein überparteiliches Pro-Komitee gebildet. Im Limmattal gibt es aber auch Widerstand gegen das Grossprojekt. Einer aktiven Gruppierung von Gegner gelang es innert kurzer Zeit die notwendigen Unterschriften zusammenzubringen und so die nun auf den 22. November festgelegte Volksabstimmung zu verlangen. 

Die Vorlage sieht den Bau einer Stadtbahn zwischen Zürich-Altstetten über Schlieren und Dietikon bis nach Killwangen vor. In einer ersten Etappe soll die Tramlinie 2 bis nach Schlieren verlängert werden. Dafür wird mit Kosten von 195 Millionen Franken gerechnet, wovon der Kanton als Staatsbeitrag maximal 128 Millionen beisteuern soll. In einer zweiten Etappe soll die Limmattalbahn fertig erstellt werden. Die Kosten werden auf 560 Millionen Franken geschätzt, wovon der Kanton Zürich 382 Millionen übernehmen soll. Zudem sind Anpassungen im Strassennetz geplant (136 Millionen Franken). 

Die Gegner stufen die Limmattalbahn als zu teuer und unflexibel ein und befürchten Unfälle und Staus auf dem ohnehin schon stark belasteten Strassennetz. Sie machen geltend, dass mit einem kostengünstigeren Ausbau von (Elektro-)Bussen mehr erreicht werden könne. Die Befürworter der Stadtbahn verweisen unter anderem auf die positiven Erfahrungen der Glattalbahn, welche eine Region weiterentwickelt habe. Ohne Limmattalbahn versinke die stark wachsende Region im Verkehrschaos.