Aesch
Der Ehe-Rettungsversuch gestaltet sich kompliziert

Die Theatergruppe erntet für ihr neues Stück «En fascht perfekte Ehemaa» viel Applaus. Vor allem die Schauspieler haben es dem Publikum angetan.

Christoph Merki
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Theatergruppe Aesch spielt «En fascht perfekte Ehemaa»
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 Theatergruppe Aesch spielt «En fascht perfekte Ehemaa»
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 Theatergruppe Aesch spielt «En fascht perfekte Ehemaa»
 Theatergruppe Aesch spielt «En fascht perfekte Ehemaa»

Theatergruppe Aesch spielt «En fascht perfekte Ehemaa»

Christoph Merki

Zwei Wochen und ein letztes Ultimatum bekommt Peter angekündigt. Genau so lange habe er nämlich Zeit, seine Fähigkeiten als Hausmann zu beweisen und damit gleichzeitig seine Ehe zu retten. Doch wie der Volksmund so schön sagt, ein Unglück kommt selten allein. Sein bester Freund Christian versucht zwar sein Bestes, doch wirklich hilfreich sind seine Tipps und Unterstützungsversuche nicht.

Dazu kommen eine spitzbübische Nachbarin mit Hund, ein liebeshungriges Fräulein und die nörgelnde Schwiegermutter, die den völlig verzweifelten Peter auf eine harte Probe stellen. Sein oberstes Ziel im Kopf, die Ehe zu retten, schlingert der fast schon bemitleidenswerte Mann von Stolperstein zu Fettnäpfchen und muss seinen Kopf immer wieder aus der Schlinge des Verderbens ziehen.

Ein wenig schadenfreudig und sicherlich froh, nicht in der Haut des auf die Probe gestellten Peters zu stecken, hat sich das Publikum am vergangenen Freitag an der Premiere dieses Theaterstücks «En fascht perfekte Ehemaa» der Theatergruppe Aesch köstlich amüsiert.

Schuld daran waren aber nicht nur der Inhalt und das Drehbuch, sondern vielmehr die äusserst authentisch auftretenden Schauspieler. Völlig in ihren Rollen aufgehend konnten sie die rund 200 Besucher im Gemeindesaal Nassenmatt von Beginn weg mitreissen. «Sie werden von Jahr zu Jahr besser», sagte Kurt Gross, der schon seit vier Jahren zu den Stammgästen der Theatergruppe Aesch zählt.

Wie eine grosse Familie

Seit der Gründung 1981 hat die Gruppe mit wenigen Ausnahmen jährlich zur heiteren Unterhaltung geladen. «Wir sind fast eine richtige Familie», betonte Gründungsmitglied Marliese Wüthrich, die auf der Bühne die kratzbürstige Schwiegermutter verkörpert. Doch eigentlich geht der Familiengedanke über die Theatergruppe hinaus.

Auch Walter Gerhard und Annemarie Markwalder sind seit der Gründung im Einsatz und dies, obschon beide keine Mitglieder in der Theatergruppe sind. «Wir helfen bei jeder Theateraufführung in der Küche aus», sagte Gerhard, der seine langjährige Tätigkeit unübersichtlich auf dem T-Shirt aufgedruckt hat: «30 Jahre Theater-Küche».

Ob nun dem Feldschützenverein oder einem anderen Sportverein angehörend, in Aesch würden sich die Vereine bei Bedarf gegenseitig unterstützen. «Man ist doch froh, wenn man einander hilft», so Gerhard, «dies gibt im Dorf auch einen Zusammenhalt.»

Doch auch aus dem familiären Umfeld der Schauspieler ist die Unterstützung gross. Zum einen lässt der Sohn von Marlies Wüthrich als DJ im Anschluss ans Theater den Saal mit Tanzmusik berieseln. Zum anderen sorgen sich Fabian und Sven, die Söhne des Kammerjäger-Interpreten Hans Thomi, um die Bühnentechnik.

Nebst dem illustren Auftritt sind es wohl dieses spürbare Herzblut und die aufrichtige Spielfreude der Schauspieler, die die Besucher immer wieder nach Aesch ziehen. «Es ist immer unterhaltsam und die Schauspieler beherrschen ihre Rollen», sagte Hildegard Rüttimann von der Theatergruppe Birmensdorf.

Für die beiden letzten Vorstellungen des Stücks mit dem Titel: «En fascht perfekte Ehemaa» vom kommenden Wochenende sind noch Tickets verfügbar. Informationen und Reservationen sind unter www.theater-aesch.ch zu finden.