Schlieren

Der Dorfplatz wird zum temporären Gemüsegarten

Urban Farming gibts auch in Oberengstringen und Schlieren (im Bild).

Urban Farming gibts auch in Oberengstringen und Schlieren (im Bild).

Stadtgärtner müssen nicht unbedingt nach Dietikon, wenn sie im Limmattal ihrem Hobby nachgehen wollen. Auch in Schlieren und neuerdings in Oberengstringen kommen sie auf ihre Kosten.

Vor drei Jahren legte der Gemeinderat Dominik Ritzmann (Grüne) zwei Gartenbeete auf dem Stadtplatz im Zentrum von Schlieren an. Seither kann dort jedermann nach Herzenslust Kräuter, Gemüse, Blumen, Salat oder Früchte anpflanzen und ernten. Die Idee dazu kam von Studenten, die sich in ihrer Wohnregion mehr grün wünschten. Die Beete stiessen von Anfang an auf Interesse bei der Bevölkerung und wurden im Folgejahr sogar verdoppelt. Auch dieses Jahr wurde laut Ritzmann wieder fleissig gesetzt. Zu erkennen seien bis jetzt allerdings erst der alte Himbeerstrauch und Zwiebeln. Ritzmann hat stets ein Auge auf die Beete, das derzeitige Regenwetter nimmt ihm jedoch die meiste Arbeit ab. Es müsse allerdings etwas gejätet werden in der nächsten Zeit. Wer alles seine Hände im Spiel, beziehungsweise im Gartenbeet hat, ist unbekannt. Jeder hat die Möglichkeit an diesem Projekt mitzuwirken. «Es sind aber vor allem jüngere Menschen, Studenten, die so etwas machen», sagt Ritzmann.

Auch Oberengstringen kann seit einem Monat mit einem kleinen Urban-Gardening-Projekt aufwarten. Gemeinsam mit Jugendlichen stellte die Mobile Jugendarbeit Oberengstringen drei Palette auf den Dorfplatz, füllte sie mit Erde und «zauberte einen kleinen Garten aus Küchenkräutern, Blumen und Gemüse hinein», wie Jugendarbeiterin Sandra Jenny sagt. Zusätzlich setzte man Erdbeeren in halbe PET-Flaschen und hängte diese auf. Ziel der Aktion sei es, Farbe in die Betonlandschaft zu bringen und den Dorfplatz zu beleben. Bei schönem Wetter werden auch Tische und Stühle aufgestellt, sodass sich jeder zum Beet hinsetzen könne. Der Plan geht auf: Mütter mit ihren Kindern, ältere Menschen oder Bauarbeiter in der Mittagspause gönnen sich gerne eine Pause und können sich frei bedienen am Angebot aus dem Garten. Für die Bewässerung der kleinen Oase sorgt, sofern nötig, die Jugendarbeit. (SSC)

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