Ein «Wienachtsdorf», wie jenes, das noch bis zum 24. Dezember auf dem Sechseläutenplatz steht, ist er nicht. Dennoch braucht er sich nicht vor der jüngsten Vorweihnachts-Attraktion in der Stadt Zürich zu verstecken. Mit über 110 Anbietern kann er es locker mit ihr aufnehmen. Anders als das neue Angebot in Zürich, hat der Dietiker Weihnachtsmarkt überdies längst bewiesen, dass er nicht mehr aus dem Veranstaltungskalender des Bezirkshauptortes wegzudenken ist. Wenn er dieses Wochenende seine Tore öffnet, feiert er seinen 30. Geburtstag.

Zu verdanken ist dies der Kommission für Erwachsenenbildung, die den Weihnachtsmarkt am 7. Dezember 1985 erstmals durchführte. Er befand sich damals noch auf dem Zentralschulhausplatz und dauerte einen Tag. Der erste Weihnachtsmarkt bestand aus 31 Ständen. Davon wurden 18 von Vereinen und 13 von Privaten geführt. Am Abend stand ein Weihnachtsliedersingen auf dem Programm, das von Pfarrer Wolfgang Rothfahl geleitet wurde.

Kapazitätsgrenze erreicht

Seither hat sich einiges getan rund um den Weihnachtsmarkt. Seit 1995 wird er von Jugend und Freizeit der Stadt Dietikon organisiert und hat seinen Standort mittlerweile zwischen Kirchplatz und Busbahnhof. Auch die Anzahl Stände hat sich über all die Jahre kontinuierlich gesteigert. «Seit etwa drei Jahren sind wir jedes Mal ausgebucht», sagt Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit. Mit den diesjährigen über 110 Ständen haben man zudem die Kapazitätsgrenze erreicht. «Viele der Standbetreiber kommen aus Dietikon und Umgebung, es gibt aber auch solche, die weiter weg zu Hause sind», so Strässle. Etwa ein Glasbläser aus dem Emmental, der dieses Jahr zu den Attraktionen gehöre und vor Ort Glaskunst herstelle.

Die detaillierte Wettbewerbsbeschreibung finden Sie unter: www.dietikon.ch/weihnachtsbeleuchtung.

Ergänzt wird das Angebot durch 14 verschiedene Musikvereine aus Dietikon und Umgebung, die auf der Bühne im Zentrum des Marktes weihnachtliche Musik erklingen lassen. Für das kulinarische Wohl ist mit dem «Pfadihüsli», dem Raclette-Zelt des Männerchors, einer Musik- und Festhütte des Unterhaltungsorchesters und weiteren Essens- und Getränkeständen ebenfalls gesorgt. Auch dank dieses Rahmenprogramms und dem am Sonntag um 17.15 Uhr beginnenden St. Niklaus-Einzug ist der Dietiker Weihnachtsmarkt zu einem beliebten Treffpunkt geworden. «Ich höre immer wieder, dass der Markt eine gute Gelegenheit bietet, um alte Freunde und Bekannte zu treffen», sagt Strässle.

Auch aus Sicht der Dietiker Standortförderung hat der Weihnachtsmarkt eine grosse Bedeutung. «Er dürfte wohl der grösste seiner Art in der Region sein. Damit strahlt er eine Anziehungskraft aus», sagt Standortförderer Michael Seiler. Der Markt würde Besucher ins Zentrum locken, die dort sonst nicht so oft anzutreffen seien. «Der Weihnachtsmarkt hat so auch einen Werbeeffekt für Dietikon», so Seiler. Zudem hat er die Funktion, Menschen zusammenzuführen, die eine schöne Zeit miteinander verbringen.

Der Weihnachtsmarkt Dietikon auf dem Kirchplatz findet am Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr statt.