Dietikon

Der Dietiker Stadtrat soll im Niderfeld mehr öffentliche Bauten planen

Das Niderfeld, heute die letzte grosse Baulandreserve in Dietikon, soll einst Platz für 3300 Bewohner bieten.

Das Niderfeld, heute die letzte grosse Baulandreserve in Dietikon, soll einst Platz für 3300 Bewohner bieten.

Dietiker Gemeinderäte sind beruhigt, dass der Stadtrat im Entwicklungsgebiet Niderfeld ein eigenes Schulhaus plant. Doch daneben soll er auch für ein Gemeinschaftszentrum und ein Altersheim sorgen, fordern sie.

Es freue und beruhige ihn, dass im Niderfeld Schulraum geplant sei, sagte Gemeinderat Sven Koller (SP) am Donnerstagabend im Dietiker Parlament. Er nahm damit Bezug auf die Beantwortung seiner Interpellation durch den Stadtrat. Koller hatte sich nach der Schulraumplanung im Entwicklungsgebiet Niderfeld erkundigt, nachdem sich die Schulraumplanung im bereits grösstenteils bestehenden Quartier Limmatfeld als äusserst problembeladen herausgestellt hatte. Im Limmatfeld gibt es nach wie vor kein Schulhaus, während die Stadt nun aber im Niderfeld eines plant.

«Es ist jetzt schon zu spät»

Trotzdem verunsichere ihn ein Punkt, sagte Koller: Der Stadtrat spreche davon, die Landfläche für die Schule erst in zwei Jahren definitiv festlegen und sichern zu wollen. Das erachte er als problematisch, so Koller: «Das ist zu spät. Eigentlich ist es sogar jetzt schon zu spät.» Denn aufgrund der geplanten Entwicklung seien die Preise im Niderfeld bereits heute stark angestiegen. Sehr schade finde er zudem, dass die Stadt in einem solch grossen Gebiet kein Gemeinschaftszentrum plane. «Man müsste nicht nur an Schulraum denken, sondern auch an andere städtische Bauten», sagte der SP-Gemeinderat. Dies seien Flächen, die ein Quartier wirklich mitprägten: «Ich hoffe, der Stadtrat bleibt hier dran.»

Wunsch nach einem Polizeiposten

In die gleiche Kerbe schlug Lucas Neff (Grüne). Auch er habe bei der Lektüre der ansonsten sehr positiven Antwort aufgehorcht, als er gelesen habe, dass nebst dem Schulhaus keine weiteren öffentlichen Bauten vorgesehen seien, sagte er. Ein Stadtteil wie das Niderfeld – es ist rund 40 Hektaren gross und wird einst Platz für 3300 Einwohner bieten – brauche aber dringend weitere öffentliche Nutzungen, so Neff. Er denke zum Beispiel an ein Altersheim oder auch an einen Quartierpolizeiposten. Er wolle den Stadtrat dringend ermahnen, die öffentlichen Aufgaben im Quartier nicht zu vergessen.

FDP-Gemeinderat kritisiert SP

Etwas anderes beschäftigte Werner Hogg (FDP): Er ärgerte sich über die Frage Kollers per se, die er als überflüssig betrachtete. Schliesslich gebe es eine Begleitgruppe Niderfeld, in der auch die SP Einsitz habe, so Hogg: «Wenn man intern etwas mehr miteinander reden würde, hätte man sich die Frage sparen können.» Zudem warf er der SP vor, sich nur für Infrastruktur zu interessieren, wenn es um Wahlkampf gehe.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1