Dietikon
Der Dietiker Gemeinderat fährt eine Klatsche ein – im Fussball gegen All-Stars

Der Dietiker Gemeinderat musste Lehrgeld bezahlen. Diesmal aber nicht in der Politik, sondern im Fussball. Der neu formierte FC Gemeinderat verlor ein Freundschaftsspiel gegen die Allstars Bregy, Bickel und Aleksandrov sang- und klanglos.

Michel Sutter
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Raimondo Ponte am Ball.
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Der Dietiker Gemeinderat verliert im Fussball gegen eine Alt-Star-Truppe
Georges Bregy.
Beat Studer am Ball.
Die Fans fiebern mit.

Raimondo Ponte am Ball.

Limmattaler Zeitung

Georges Bregy, Thomas Bickel, Petar Aleksandrov, Raimondo Ponte, Marco Schällibaum, Ruedi Elsener, Urs Güntensperger – was sich liest wie das «Who is Who» des Schweizer Fussballs, war am Montagabend auf der Dornau versammelt. Die All-Stars des FC Zürich waren gekommen, um gegen den neu formierten FC Gemeinderat Dietikon anzutreten. Das Resultat war bei diesem Freundschaftsspiel natürlich zweitrangig, ebenso wie die Regeln. Als der FC Gemeinderat den Torhüter tauschen wollte, musste man dem verwirrten Linienrichter erst erklären, dass die Wechsel fliegend stattfänden. Ein Problem, das die All-Stars nicht hatten: Sie waren genau mit elf Mann angereist, ihre Ersatzbank war daher komplett verwaist.

Ein Nachteil war das allerdings nicht. Nach einer halben Stunde hatten die All-Stars ihrem Gegner fünf Tore eingeschenkt. Die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer verdrehten die Augen und hofften auf eine Reaktion «ihrer» Mannschaft. Dann endlich gelang Tom Koller das Anschlusstor. Das Publikum feierte ihn, als hätte er gerade in der letzten Spielminute den Siegtreffer erzielt. «Es war unser Ziel, hier mindestens ein Tor zu schiessen», meinte der Torschütze, der noch während der Partie erschöpft das Feld verliess. «Das haben wir geschafft, und das ist sehr gut.» Vor allem angesichts der Tatsache, dass man nur dreimal zusammen trainiert habe. «Und es waren jedes Mal neue Gesichter dabei, die ich zuvor nicht gekannt hatte», meinte Koller und lachte.

Zudem sei man vom Technischen her gegenüber den All-Stars klar im Nachteil. Und auch in Sachen Tempo. «Klar, je länger die Partie dauert, desto weniger Tempo haben sie», sagte Koller. «Aber wir haben eben noch weniger Tempo.»

Immerhin reichte es dem Heimteam noch zu weiteren zwei Treffern – dank Kevin Lutz. Und der wiederum hat seine Einwechslung auch seiner Rückennummer zu verdanken: «Der trägt die 10, dann muss er ja gut sein», scherzten seine Teamkollegen, als Lutz das Feld betrat.

Am Ende ging der FC Gemeinderat mit 3:12 unter, aber eben: Der Spass stand im Vordergrund. Auch für die Ex-Profis. «Solche Spiele machen Spass», meinte Thomas Bickel, der Captain der All-Stars. «Wir sind leidenschaftliche Spieler und kommen ja selber aus dem Breitensport», erklärte er. «Daher ist es wichtig, solche Auftritte zu haben und damit den Breitensport zu fördern.»

Dann verabschiedete er sich und traf seine Mannschaftskollegen im Festzelt zum Abendessen. Die Geselligkeit hatte für einmal Vorrang vor dem Sportlichen.