Dietikon
Der diesjährige Flohmarkt: Ein Museum einer vergangenen Kindheit

Auf dem Dietiker Flohmarkt konnte man alles Mögliche entdecken, was Kinderherzen beglückt. Nebenbei erinnern viele Gegenstände an vergangene Tage.

David Hunziker
Drucken
Teilen
Die starke Sonne machte Schirme unverzichtbar.

Die starke Sonne machte Schirme unverzichtbar.

«Nur noch zehn Franken», schreit ein Junge über die Gasse, die sich durch die Freizeitanlage Chrüzacher zieht, und deutet auf sein rotes Fahrrad. Es ist ihm wohl zu klein geworden. Überall im bunten Markttreiben des Dietiker Kinderflohmarkts finden sich Relikte vergangener Kindheitstage, die zum Verkauf angeboten werden: Barbie sitzt neben Ken im Wohnmobil und lächelt auf die Strasse hinaus, in einem überfüllten Korb drängen sich Stofftiere in allen Farben dicht zusammen und über die Reling eines Piratenschiffs schauen ein paar grimmige Playmobilpiraten.

Kindheit in den Neunzigerjahren

Mancherorts finden sich wohl über Jahre angelegte Sammlungen von Spielsachen: Neben einem Set von Actionfiguren liegen die dazu passenden Spielkarten, ein Junge verkauft geschätzte fünfzig Ausgaben des «Lustigen Taschenbuchs» und auf der Wolldecke gleich daneben liegt ein ganzer Haufen von Hanna-Montana-Fanartikeln.

Einige der Spielsachen stammen auch aus einer Zeit, als Hanna Montana selbst noch ein Baby war: Alte Spielkonsolen, Holzbauklötze und Tonbandkassetten – von den «Fünf Freunden» über «Benjamin Blümchen» bis zu «TKKG» – erinnern an eine Kindheit in den Neunzigerjahren. Dazu gehören auch die Spielsachen, die vom Hype wieder zum Flop wurden: die Jojos, die Caps und die Tamagotschis.