Schlieren

Der Dienst für die Gemeinschaft als Motivation

Die Schlieremerin Claire-Lise Rüst (Grüne) ist als Ersatzmitglied in den Bezirksrat Dietikon gewählt worden. Die ehemalige Physiotherapeutin kandidierte für das Amt, weil sie Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft übernehmen will.

«Der Bezirksrat ist ein Kontrollorgan der Demokratie. Diesem ausgeklügelten System muss man Sorge tragen», sagt Claire-Lise Rüst Die Mitarbeit im Gremium habe sie auch deshalb gereizt, weil man Einblick in Bereiche erhalte, die der restlichen Bevölkerung meist verschlossen bleiben.

Arbeitspensum beträgt 3 Prozent

Die Stelle, die Rüst damit antritt, beinhaltet ein Arbeitspensum von lediglich 3 Prozent. «Solche Ämter können aber schnell einmal 10 Prozent beanspruchen – je nach Aufwand, den man betreibt», erklärt sie. Daneben betreibt die Frau des Gemeinderats Beat Rüst (Grüne) den Schlieremer Mahlzeitendienst und amtet als Protokollantin bei der Geschäftsprüfungskommission des Gemeinderats. In ihrer Funktion als Ersatzbezirksrätin wird sie in erster Linie für die Visitation der Limmattaler Sozialämter und Dienstleistungsbetriebe aus dem sozialen Bereich zuständig sein.

Wie bereitet man sich als Laie auf diese Tätigkeit vor? «Ich hoffe, dass ich eine Einführung erhalte. Bei den Visitationen von Spitex, Altersheimen und Jugendheimen verfährt man nach kantonalen Richtlinien», sagt Rüst. Sie müsse aber keinerlei Spezialkenntnisse, etwa in Buchhaltung oder Hygienevorschriften, vorweisen – die entsprechende Beurteilung übernehmen angestellte Fachkräfte aus diesen Bereichen. Vielmehr müsse sie dafür sorgen, dass ein Sozialamt oder ein sozialer Dienstleister nachgewiesene Mängel oder Fehler behebe: «Wir geben den Bürgerinnen und Bürgern die Sicherheit, dass seine Steuergelder sinnvoll verwendet werden», so Rüst.

Mit gesundem Menschenverstand

Vor rund vier Jahren musste die Schlieremerin ihre Anstellung als Physiotherapeutin aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Dass der Bezirksrat zur Mehrheit aus Juristen besteht, sie selbst aber keine universitäre Ausbildung genossen hat, störe sie nicht, erklärt Rüst: «Mit meiner Lebenserfahrung kann ich in diesem Männergremium durchaus meinen Teil beitragen.»

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