Dietikon

Der Dialog geht weiter — Stadträte holen Wünsche der Dietikerinnen und Dietiker ab

Die bisherigen Anlässe im Studio Dietikon im Alten Bauamt behandelten die Aufwertung der Stadt.

Die bisherigen Anlässe im Studio Dietikon im Alten Bauamt behandelten die Aufwertung der Stadt.

Auf dem heutigen Frischmarkt holen vier Stadträte die Wünsche und Ideen der Dietikerinnen und Dietiker ab.

Wie sieht das Dietikon der Zukunft aus? Mit dieser Frage auf dem Lippen macht sich der Stadtrat am heutigen Frischmarkt auf die Suche nach Antworten bei den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt. Die Aktion unter dem Titel Studio Dietikon läuft seit vergangenem Jahr und wurde von der Architekturzeitschrift «Hochparterre» gar für ihre Innovation ausgezeichnet. Es handle sich um ein Labor der Stadtentwicklung. Eines, das die Bevölkerung miteinbezieht und so die Bedürfnisse abholt.

«Heute geht es aber nicht nur um Stadtentwicklung. Dietikerinnen und Dietiker können mit den Themen an die Stadträte herantreten, die ihnen unter den Nägeln brennen», sagt Severin Lüthy, Leiter des Stadtplanungsamtes. So sind die Verantwortlichen aus den unterschiedlichsten Bereichen anwesend. Neben dem Stadtpräsidenten Roger Bachmann (SVP) werden auch Infrastrukturvorstand Lucas Neff (Grüne), Schulvorsteher Reto Siegrist (CVP) und Sozialvorstand Philipp Müller (FDP) anwesend sein. Möglicherweise stösst auch Anton Kivic (SP), Vorsteher der Hochbauabteilung, zu seinen Stadtratskollegen. «Dies ist ein niederschwelliges Angebot, um Bedürfnisse bei den Verantwortlichen deponieren zu können», so Lüthy.

Interessierte gestalten Dietiker Quartier-Möbel

Während vom schulischen Angebot bis zu städtischen Sozialleistungen sämtliche Themen besprochen werden können, wurde in Sachen Stadtentwicklung schon viel Arbeit geleistet. Ideen, die man ebenfalls bei solchen Befragungen generierte, wurden im vergangenen Jahr in Workshops weiterbearbeitet. Dabei entstand ein rund 50-Seitiger Werkzeugkasten mit Ideen, wie der öffentliche Raum mit einfachen Mitteln und Massnahmen aufgewertet werden könnte. Ebenfalls wurden öffentliche Räume erkoren, die nach Ansicht der Dietikerinnen und Dietikern eine Aufbesserung nötig haben. Durchführungsort dieser Veranstaltungen war das Alte Bauamt an der Unteren Reppischstrasse 14.

Der erste Event zur Weiterbearbeitung der Ideen findet Anfang April statt. Im Alten Bauamt greifen Interessierte dann zu Hammer und Nagel und gestalten gemeinsam ein Quartier-Möbel. «Dabei soll eine Sitzgelegenheit entstehen, die von Dietikerinnen und Dietikern für ihre Stadt geschaffen wurde», so Lüthy. Ob der erschaffene Prototyp anschliessend seriell produziert wird und wo die Sitzgelegenheiten dereinst platziert werden sollen, ist noch offen.

Severin Lüthy Leiter Stadtplanungsamt.

Severin Lüthy Leiter Stadtplanungsamt.

Anschliessend verlässt man das Alte Bauamt und veranstaltet Anlässe direkt in den Quartieren. Beispielsweise findet Ende April ein Workshop auf dem Spielplatz an der Birmensdorferstrasse statt. «Mit den Teilnehmern wollen wir dann herausfinden, mit welchen konkreten Massnahmen die Aufenthaltsqualität verbessert werden könnte», so Lüthy.

500'000 Franken für die Umsetzung

Mitte Mai folgt bereits der zweite Workshop. Dann sollen auf dem Rapidplatz im Quartier Limmatfeld erste Sofortmassnahmen getroffen werden, die den Platz wohnlicher machen sollen. Über den Sommer sollen sie stehenbleiben und von den Quartierbewohnern auf Herz und Nieren getestet werden. Weitere Anlässe finden in Form eines Quartier-Picknicks im Gjuch und eines «Chillen und Grillen»-Events in der Grundschen statt.

Das Studio Dietikon, das bislang konzeptionell arbeitete und Ideen generierte, wird nun konkret. «Dieses Jahr werden die ersten Massnahmen umgesetzt und damit für alle sichtbar», sagt Lüthy. Für das Projekt sprach die Stadt 600000 Franken, davon werden 500000 Franken für die Entwicklung und Umsetzung von konkreten Massnahmen ausgegeben. Mit dem Restbetrag wird die Fortführung des Stadtentwicklungsdialogs von Studio Dietikon finanziert. «Unter diesen konkreten Massnahmen kann man sich etwa eine Sitzbank, ein Sonnensegel oder einen zusätzlichen Baum vorstellen», so Lüthy.

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