Urdorf

Der Curling Club Limmattal lockt sogar Laien aufs Glatteis

Der Curling Club Limmattal lud zum «Jeder kann mitmachen»-Turnier ein. Zwölf Teams traten in der Curlinghalle Urdorf gegeneinander an.

«Der Curlingspieler benötigt eine Strategie wie im Schach, den Sinn für Geometrie wie im Billard, das Feingefühl eines Golfers, den Teamgeist eines Baseballers und das Gedächtnis eines Bridge-Spielers - und die Anpassungsfähigkeit des Tennisspielers», beschreibt Philipp Locher, Präsident des Curling Clubs Limmattal, die Anforderungen im Curling. Nicht zu vergessen das ausgeprägte Gleichgewichtsgefühl.

«Schliesslich bewegt man sich auf Eis.» Dem Eis und der langen Liste an Anforderungen zum Trotz trauen sich am «Jeder kann mitmachen»-Turnier auch Anfänger und Gelegenheitscurler an den Besenstiel. Gemeinsam mit zwei Könnern bilden je zwei «Nicht-Curlingspieler» ein Team. Eine spannende Herausforderung, nicht nur für die Ungeübteren. Salome Lips, Curlingspielerin aus Dietikon: «Wenn man mit ‹Nicht-Curlingspielern› spielt, weiss man nie, was passiert.» Bei Laien hätten Zufall und Glück mehr Einfluss.

Zufall und Glück werden wichtiger

«Es ist anspruchsvoll die Steine dort zu platzieren, wo man sie haben will. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass man auf dem Eis rennt und gleichzeitig wischen muss», so die Zwischenbilanz von Désirée Mozzetti, die schon mehrmals am Turnier mitgespielt hat. Für Theres Widmer ist Curling ein schöner Teamsport. Frauen und Männer könnten gegen- oder miteinander antreten. So habe sie die Gelegenheit, ihr Hobby mit ihrem Mann zu teilen. Santi Mozzetti, Spielleiter des Turniers, gefällt es, dass Jung und Alt miteinander spielen können. «Manchmal sind sogar drei Generationen auf dem Eis.»

In der Curlinghalle gibt es drei Eisbahnen, auf denen sechs Teams gegeneinander spielen können. Die Gewinner jedes Spiels zahlen den Verlierern eine Runde im Curlingcafé. Bei dieser Gelegenheit können sich die Spieler abseits vom Eis austauschen und kennenlernen. «Curling ist auch eine Lebensschule, man lernt zu verlieren und zu gewinnen», sagt Turi Imhof, Juniortrainer des Curling Clubs Limmattal.

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