«Die Gebäudeversicherung geht von einem Schaden von 210000 Franken aus», erklärt Angelo Umberg, Gemeindeschreiber in Birmensdorf. In dieser Summe sei aber nur der Schaden am Container selbst enthalten. Die Schäden an der Fahrhabe würden auf weitere 30000 bis 40000 Franken geschätzt, wie Umberg mitteilt.

Der Birmensdorfer Asylcontainer brannte in der Silvesternacht kurz vor 2 Uhr. Dank sofortigem Einsatz der Feuerwehren Birmensdorf und Urdorf konnte er rasch gelöscht werden. Während des Löscheinsatzes waren keine der elf registrierten Asylbewerber anwesend. Drei konnten unterdessen an einem anderen Ort untergebracht werden.

Baubewilligung ist noch gültig

Aufgrund des Totalschadens, den der Container erlitten habe, müsse dieser ersetzt werden, erklärt Umberg. Zwar sei die Baubewilligung, welche für die Asylunterkunft erteilt wurde, noch immer gültig. Dennoch könne sich die Installation des Ersatzbaus noch einige Monate hinziehen: «Zuerst werden wir den abgebrannten Container so schnell wie möglich entsorgen. Dann wird der Gemeinderat darüber entscheiden, wie genau der Ersatz aussehen soll», wie Umberg sagt.

Debattiert werden muss die Ausgestaltung des neuen Containers insbesondere aufgrund der Klientel, welche darin untergebracht werden könnte: «Momentan habe wir es in Birmensdorf vor allem mit Einzelpersonen zu tun. Falls aber in Zukunft auch Familien in der Unterkunft untergebracht werden sollten, so müsste man die Aufteilung der Container neu strukturieren», so Umberg.

Erfolgloser Zeugenaufruf

Dass die Auswechslung des abgebrannten Teils der Asylunterkunft nicht eilt, hängt laut Umberg mit der Auslastung der Unterkunft zusammen: «Wir haben in Birmensdorf ein Kontingent von 29 Plätzen, die wir anbieten müssen. Derzeit sind bei uns aber gerade einmal acht Personen untergebracht. Es bringt also nichts, jetzt eine schnelle Lösung zu erzwingen, wenn der neue Container schliesslich doch leer steht.»

Die Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich blieben bislang ergebnislos. «Wir konnten weder die genaue Brandursache noch die Täterschaft ermitteln», erklärt Werner Schaub vom Mediendienst der Kantonspolizei. Bis jetzt seien leider trotz ihres Zeugenaufrufs auch noch keine Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.