Oetwil

Der Blick von oben: vom «Dornröschenschlaf» zur wachsenden Gemeinde

Der Neujahrsapéro in Oetwil an der Limmat ist längst traditionell – der Ort hat sich aber gewandelt, wie die Bilder einer Ausstellung gezeigt haben.

Einen Tag nach der Neujahrsfeier fand sich am Samstagmorgen in der Gemeindescheune so mancher Bewohner von Oetwil an der Limmat zusammen, um im kleineren Kreis und in einladender Atmosphäre Neujahrsglückwünsche auszutauschen. Seit dem Jahr 2000 findet die kleine Zusammenkunft in dieser Form begleitet von einer themenspezifischen Ausstellung statt.

An der Eingangstür zum Empfang stand bereits Gemeindepräsident Paul Studer und begrüsste die eintretenden Gäste, darunter viele bekannte Gesichter des Dorfes. Mit ihnen füllte sich auch zusehends der Tisch in der Mitte des Raumes, denn für den leckeren Apéro wurde, wie in jedem Jahr, von den Gästen selber gesorgt.

Die diesjährige Ausstellung veranschaulichte mithilfe diverser alter Landkarten eindrucksvoll die Tatsache, dass längst nicht mehr alle Einwohner in diesem Saal ihren Platz gefunden hätten. Bis in die Fünfzigerjahre verharrte dieser Ort, wie Paul Studer in der kleinen Ansprache assoziierend verglich, «im Dornröschenschlaf». Erst ab jener Zeit stieg die zuvor über Jahrzehnte stabile Einwohnerzahl rasant an – sie erreicht mittlerweile das Zehnfache. «Die Menschen kamen eben dahin wo es schön war, also hierher», sagte Studer. Wie die zahlreichen Neubauten demnach beweisen, ist es in Oetwil noch immer sehr schön.

Für ein kurzes emotionales Staunen im Raum sorgten zwei grosse, neue Hightech-Fotografien des Gebietes, die hinter dem Vorhang aufgedeckt wurden und so für eine Überraschung sorgten. Die neuen Bilder werden künftig im Eingangsbereich der Gemeindescheune zu sehen sein. Gleich stiegen einige der neugierigen Kinder auf die Bühne und zeigten mit Fingern den ein oder anderen gefundenen Ort, bevor sie wieder spielend durch die Menge der fröhlich sich unterhaltenden Gäste,

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