Dietikon
Der Bachelor verrät: Auf der Dornau traf er seinen besten Freund

Bachelor Alan Wey erinnert sich zurück an seine Zeit beim FC Dietikon und erzählt, wieso er es nicht zum Fussballprofi geschafft hat.

Sibylle Egloff
Merken
Drucken
Teilen
Lang ists her: Bachelor Alan Wey kickte vor rund zehn Jahren für den FC Dietikon.

Lang ists her: Bachelor Alan Wey kickte vor rund zehn Jahren für den FC Dietikon.

Britta Gut

«Es werden Erinnerungen wach», sagt Bachelor Alan Wey, als er über die grüne Wiese auf der Dornau geht. Der bekannteste Junggeselle der Schweiz spielte eine Saison für den FC Dietikon in der zweiten Liga interregional. «Das war vor etwa zehn Jahren. Weil der Verein damals zu wenig Spieler hatte, schickte mich ein Vermittler nach Dietikon», erzählt der 34-Jährige. Seine Liebe für den Ballsport entdeckte der Halbbrasilianer aus Luzern in seiner Jugend. «Ich bin mit Fussball gross geworden und habe als Kind bei den Junioren des SC Cham gekickt.» Zu seinen Stationen gehörten später auch der FC Blue Stars oder der FC Emmenbrücke.

An seine Zeit beim FC Dietikon denkt der Bachelor gerne zurück. «Die Infrastruktur war toll, wir hatten Masseure und einen Sporttrainer.» Zu seinen Highlights zählten jeweils die Ansprachen des Trainers vor den Spielen. «Es war immer ein Erlebnis, ihm vor dem Match in der Kabine zuzuhören. Er konnte uns mit seinen emotionalen Reden sehr gut motivieren», sagt Wey. An den Namen des Trainers könne er sich leider nicht mehr erinnern.

Der fussballerische Erfolg beim FC Dietikon blieb aus

Fussballerische Erfolge feierte die Mannschaft mit Wey als linkem Stürmer nicht, gibt der Bachelor zu. «Zu dieser Zeit traten viele neue Spieler der Mannschaft bei, wir mussten uns auf dem Platz erst noch finden.» Die Saison auf der Dornau hat sich für ihn trotzdem gelohnt. «Der FC Dietikon war wie eine Familie für mich, wir hatten einen tollen Teamgeist. Zudem lernte ich hier meinen besten Freund Davison kennen», sagt Wey. Mit ihm verbindet ihn nicht nur der Fussball, sondern auch seine zweite Heimat Brasilien. «Wir haben uns gegenseitig besucht, Meine Mutter stammt aus Rio de Janeiro und er ist in einer Ortschaft aufgewachsen, die nur 45 Minuten entfernt liegt.» Eine Fussverletzung bedeutete das Aus für Weys Karriere beim FC Dietikon. «Ich war auch sonst bei anderen Vereinen immer wieder verletzt und konnte nie mehr als eine oder zwei Saisons spielen.» Vor etwa fünf Jahren hörte er dann ganz auf.

Dietiker Ex-Bachelor Haziri hilft bei der Entscheidung

«Viele Profispieler wie etwa Pirmin Schwegler oder Caio, die ich persönlich kenne, sagten mir, ich hätte Profispieler werden können», erzählt Wey. Doch er habe die Einstellung dazu nicht gehabt. «Was nützt dir Talent, wenn du den Kopf dazu nicht hast.» Die Entscheidung, nicht auf Fussball zu setzen, bereut der Kundenberater einer Versicherung im Nachhinein. In Dietikon ist Wey noch ab und zu anzutreffen. «Der ehemalige Bachelor Patric Haziri ist ein Freund von mir und ich besuche ihn hin und wieder in Dietikon.» Der Limmattaler Ex-Bachelor ist auch heute Abend im Finale der aktuellen Staffel zu sehen. Haziri fühlt den drei verbleibenden Kandidatinnen Fabienne, Francesca und Veronika auf den Zahn und berät Wey.

Der Bachelor sieht dem Ende der Kuppelshow in Portugal mit gemischten Gefühlen entgegen. «Es war eine schöne Zeit mit den Ladies. Wer kann schon behaupten, dass er die Möglichkeit hatte, 19 Frauen aufs Mal an so traumhaften Orten kennen zu lernen», sagt Wey. Doch er sei auch froh, dass er sich für jemanden entschieden habe und nun vielleicht bald ein neues Kapitel aufschlage.

Wey will künftig Markenbotschafter werden und seine Bekanntheit für karitative Projekte nutzen. «Ich glaube, dass ich die Leute mit meiner positiven Art anspreche, zudem modle ich seit Jahren und weiss, wie ich mich vor der Kamera präsentieren muss.» Aus diesem Grund kann der Luzerner auch gut mit dem Rummel um seine Person umgehen. «Es war am Anfang schon komisch, als ich auf der Strasse erkannt wurde. Doch ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, Fotos mit Fans zu machen oder Autogramme zu geben.» Er fühle sich geschmeichelt. «Ich bin ein simpler Mensch und nicht arrogant, deshalb gehe ich auf alle zu und rede mit ihnen.» Er freut sich über die vielen positiven Rückmeldungen. «Schade finde ich, die vereinzelten gehässigen Kommentare gegen die Kandidatinnen und mich in den sozialen Medien. Diesen Menschen fehlt Toleranz, sie sollen andere doch einfach leben lassen.»

Die Zeit als Bachelor sieht Wey als Bereicherung. «Ich bin an meine Grenzen gestossen, habe etwa beim Bungeejumping oder Fallschirmspringen meine Ängste überwunden und bin dadurch gewachsen.» In welche der drei Ladies sich der Junggeselle während der Show in Portugal verliebt hat, wird sich heute Abend zeigen. Dann vergibt der Bachelor seine allerletzte Rose.

«Bachelor» Das Finale der neunten Staffel mit Alan Wey sehen Sie heute um 20.15 Uhr auf 3+.