Dietikon
Der 55. Dietiker Kirchenbasar sendet Hilfe nach Tiflis

Am traditionellen Kirchenbasar in Dietikon werden noch handgemachte Einzelstücke und selbst gemachte Köstlichkeiten verkauft. Der Erlös des 55. Dietiker Kirchenbasars geht nach Georgien an eine Berufsbildungswerkstatt.

Franziska Schädel
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Der Kirchenbasar in Dietikon - Ziel eines Samstagsausfluges
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Nicht nur für den guten Zweck, auch für einen kleinen Schwatz kamen viele Besucher an den Kirchenbasar
Neben Kulinarischem gab es auch Handarbeit zu kaufen
Schürzen in allen Farben und Formen konnten am Basar ergattert werden
Stricksachen, wohin das Auge reicht
Auch junge Wohltäter wurden aktiv
Kirchenbasar in Dietikon

Der Kirchenbasar in Dietikon - Ziel eines Samstagsausfluges

Franziska Schädel

Es gibt sie noch, die handgestrickten Wollsocken – nicht «made in China», sondern gestrickt von der Seniorengruppe der reformierten Kirche Dietikon. Am traditionellen Kirchenbasar werden sie für einen guten Zweck verkauft, neben gehäkelten Topflappen, Halsketten aus Kaffeekapseln, Kasperlifiguren, religiöser Literatur, selbst gemachtem Kuchen oder Pralinés der Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Der Basar feiert dieses Jahr ein Jubiläum. «Seit mindestens 55 Jahren, wahrscheinlich aber schon länger, gibt es in Dietikon einen Kirchbasar», berichtet Silvia Jochan, Mitglied der reformierten Kirchenpflege. Man wollte dies zum Anlass nehmen, Werbung zu machen. Silvia Jocham hofft, dass wieder rund 10000 Franken zusammenkommen. Der Erlös geht dieses Jahr nach Georgien an ein Jugendprojekt des Hilfswerks der evangelischen Kirche Schweiz (Heks). Unterstützt wird eine Berufsbildungswerkstatt für junge benachteiligte Menschen in Tiflis.

Die freiwilligen Helferinnen und Helfer engagieren sich in der Küche, beim Brotbacken, am Wurststand oder im Service. Eine von ihnen ist Dora Frei. « Wir sind keine Profis, aber mit einem sympathischen Lächeln geht alles sehr gut», sagt sie und schmunzelt: «Ich bin keine fleissige Kirchgängerin, leiste aber so meinen Beitrag für die Kirche.» Während die Kinder basteln, spielen und Butterteller bemalen, geniessen viele Besucherinnen und Besucher einen Schwatz mit alten Bekannten bei Kaffee und Kuchen oder bei Gehacktem mit Hörnli und Apfelmus. «Meine Frau ist Stammgast hier», erzählt Ruedi Nehmer. «Sie kennt eben viele Leute.» Er selber komme vor allem wegen der Wurst, gesteht er freimütig.

Die Lismer-Gruppe wartet derweilen auf Kundschaft. Die Socken gibt es in allen Grössen und Farben. «Einen Tag, wenn man dranbleibt – so lange braucht man für ein Paar Socken», verrät Margrit Baumgartner. Auch dieser Stand hat seine Stammkunden. Und wer seine Einkäufe trocken nach Hause bringen will, für den warten praktische Einkaufstaschen, gefertigt aus alten Regenschirmen. Recycling hat auch im Kirchenbasar Einzug gehalten.