Der Chilbi-Club Schlieren hat momentan rund 35 aktive Mitglieder. Dass das Volksfest ab morgen rundum das Stadthaus stattfindet, ist auch diesen Männern und Frauen zu danken. «Diese Tradition darf nicht sterben», sagt Jolanda Zürrer, Präsidentin des Vereins, der den Chilbi-Gade, eine grosse Bar, organisiert.

Neben den bunten Zelten sollen vor allem die neuen Attraktionen wie der «Freak», ein 42 Meter hoher Überkopf, der Besuchende dreht und schwingt, und das Rundfahrtgeschäft «Skorpion» Spasssuchende anziehen. «Eine Power-Maschine», sagt Schausteller Eugen Zanolla über die «Skorpion»-Bahn. Hinzu kommen der Simulator «Time Machine», der Klein und Gross einen Flug durch Galaxien ermöglicht, und der fliegende Teppich, eine Bahn für die kleineren Gäste. Doch nicht nur das Bedürfnis nach Spass wird an der Chilbi befriedigt – Hunger und Durst werden auch gestillt. Sei es in der Hörnli-Hütte des FC Schlieren oder im Fondue-Hüüsli des Turnvereins: Es ist für alle etwas dabei.

Aufwendige Aufbauarbeit

Die insgesamt sieben Bahnen werden von einem von Schausteller Zanolla geführten 30-köpfigen Team aufgebaut. Der Verein Chilbi-Club bleibt für die Festzelte zuständig. Hart wurde am Mittwochnachmittag gearbeitet, um die Stände auf die Beine zu stellen.

«Zum Glück spielt das Wetter jetzt mit», sagt Vize-Präsidentin und Aktuarin Tosca Weber. «Die Chilbi ist extrem wetterabhängig.» Sie erinnert sich an letztes Jahr, als es ausgerechnet am Chilbi-Wochenende regnete. «Unser Team an der Bar wollte servieren, wollte arbeiten, aber sehr wenig Leute kamen», sagt sie.

Lohnt es sich, an einem grossen Volksfest mitzuwirken, unwissend, ob die Besucher erscheinen oder nicht? Die Antwort lautet: Ja. «Die Chilbi trägt zum kulturellen Geschehen der Stadt Schlieren bei», sagt Muriel Suter, die für die Finanzen des Chilbi-Clubs zuständig ist.

Sie selbst ist dem Verein für den Spass beigetreten und um eine gute Zeit mit Bekannten zu haben. «Und wenn es läuft, wenn sich die Besucher über einen warmen, trockenen Platz freuen, wenn die Beizen voll sind, dann hat sich der Aufwand gelohnt», sagt Vizepräsidentin Weber.

«Dank Schausteller Eugen Zanolla, allen mitmachenden Vereinen und der Unterstützung der Stadt Schlieren kann die Chilbi wieder durchgeführt werden.»