Limmattal
Den Festtagspfunden wird im Fitness jetzt der Kampf angesagt

Um den zugelegten Speck im neuen Jahr loszuwerden, wird im Januar besonders viel Sport getrieben. Das merken die Betreiber der Fitenssstudios, denn dort herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb.

Von Anina Gepp und Sarah Fuhrer
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Jetzt wieder angesagt: Spinning im Fitenssstudio.

Jetzt wieder angesagt: Spinning im Fitenssstudio.

Keystone

Ob gute Vorsätze fürs neue Jahr oder Abtrainieren von Winterspeck: Im Januar treiben viele Limmattaler mehr Sport. Beliebt scheint dafür unter anderem der Schwimmsport zu sein - das Hallenbad Fondli freut sich zurzeit über hohe Besucherzahlen. «Wir sind gut besucht, besonders vor oder nach der Arbeit oder in der Mittagspause kommen die Leute», sagt Betriebsleiter Oskar Schildknecht. Schwimmen eigne sich als Bewegung besonders gut, da es alle Muskeln beanspruche und zudem gelenkschonend sei, so Schildknecht. Deshalb hat sich Besucher Juliano Pasquale vorgenommen, im neuen Jahr mehr zu schwimmen: «Ich möchte öfter kommen. Es ist gut für die Gesundheit und für den Rücken.»

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Sport auch jetzt, bei schlechtem Wetter möglich ist. Das merkt auch Schildknecht: «Wir haben in den Wintermonaten deutlich mehr Besucher.»

Besucherin Heidi Bloch, die regelmässig schwimmen geht, schätzt das besonders: «Ich muss keinen Schirm mitnehmen und mich nicht dem Wetter anpassen. Ich kann jederzeit schwimmen gehen.» Es tue gut, sich bewegen zu können.
Laut Schildknecht kommen viele regelmässig, sagt Schildknecht. «Wir haben eine Menge Stammkunden, einige kommen fast täglich», so der Betriebsleiter. «Im Moment kommt es aber oft vor, dass jemand einfach einmal reinschaut.»

Hochbetrieb in den Fitnessstudios

Die guten Vorsätze für das neue Jahr treiben die Limmattaler auch in die Fitnessstudios. Das sei jedes Jahr so und werde auch 2013 wieder so sein, sagt Lorenzo Danti, Leiter des Active-Fitness in Dietikon. Der Geschäftsführer des Ladies Gym in Dietikon, Carlo Eichenberger, bietet der neuen Kundschaft sogar ein Spezialangebot an: «Wir offerieren im Januar das Jahresabonnement für 100 Franken weniger.» Besonders beliebt sind im Ladies Gym die Zumbakurse. «Es ist ein ideales Training, das erst noch Spass macht», sagt Eichenberger.

Aris Rosario, 13, Dietikon «Ich möchte weniger Süsses essen, vor allem weniger Schokolade und Gummibärchen, um nicht zuzunehmen. Auf Sport verzichte ich jedoch weiterhin.»
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Ide Denoth, 48, Urdorf «Ich möchte jede Woche einen Fastentag einlegen, einerseits zum Entschlacken und andererseits, damit ich wieder weiss, dass wir verzichten können. Am Mittwoch hatte ich meinen ersten Fastentag und ich habe mich am Donnerstag wieder so richtig aufs Frühstück gefreut.»
Attilla Scaky, 37, Dietikon «Ich will generell gesünder leben, damit habe ich letztes Jahr schon angefangen. Ich möchte jetzt ins Fitnesscenter gehen und habe aufgehört, Alkohol zu trinken.»
David Zgela, 22, Dietikon «Nein, ich habe mir nichts vorgenommen. Ich esse ohnehin schon gesund und mache Sport. Ich gehe regelmässig ins Fitness und spiele Fussball.»

Aris Rosario, 13, Dietikon «Ich möchte weniger Süsses essen, vor allem weniger Schokolade und Gummibärchen, um nicht zuzunehmen. Auf Sport verzichte ich jedoch weiterhin.»

Sarah Fuhrer

Ein stetiges Wachstum verzeichnet auch das Fitnesscenter Sanapark in Birmensdorf. «Generell ist im Winter noch mehr Betrieb als im Sommer», bestätigt Geschäftsführer René Schneider. Der Vorteil des Fitnessparks sei das grosse Angebot, das ganze Familien anspreche.
Das TC Trainingscenter in Dietikon hat ebenfalls mehr Anmeldungen bekommen im neuen Jahr. Geschäftsführer Aaron Schädler führt dies einerseits auf die guten Neujahrsvorsätze zurück, andererseits auch auf das schlechte Wetter. «Wichtig ist, sich für das neue Jahr nicht zu viel vorzunehmen und einen einfachen Plan zu haben», so Schädler. In seinem Trainingscenter gebe es zudem kompetente Trainer, die die Trainierenden gerne unterstützen. «Bewegung tut nicht nur dem Körper gut, sondern hält auch den Geist fit», ist Schädler überzeugt.

Die Ernährung umstellen

Dass sich nach den Festtagen mehr Leute mit ihrem Gewicht auseinandersetzten, bestätigt auch Martina Iten, Ernährungsberaterin des Schweizerischen Verbandes diplomierter Ernährungsberater.

«Leider suchen wenige Leute eine Ernährungsberaterin auf», sagt sie. «Viele lösen ein Fitnessabo oder suchen im Internet und in Büchern nach einer Diät.» Diese Auseinandersetzung mit der Ernährung halte jedoch meist nicht lange an und man verfalle wieder dem Alltagstrott, so Iten. Eine professionelle Beratung empfiehlt Iten vor allem Leuten mit Übergewicht.

Denn die paar Kilo mehr über die Festtage verliere man ohnehin wieder, wenn man sich im Alltag wieder normal ernähre. «Es können aber auch Personen eine Beratung aufsuchen, die sich mit ihrem Ernährungsverhalten auseinandersetzen möchten, um zu schauen, ob es Optimierungen gäbe», so Iten. Die Ernährungsberaterin empfiehlt zudem, nicht mehr als zwei Kilogramm im Monat abzunehmen und auf radikale Diäten zu verzichten.

Auch bei «Weight Watchers» bemerkt man im Januar eine Zunahme von Anmeldungen aufgrund von Neujahrsvorsätzen. Im Limmattal gibt es sowohl in Dietikon als auch in Schlieren Gruppen, die gemeinsam lernen, ihre Ernährung umzustellen, um ihr Gewicht zu reduzieren.