Dietikon
Dem Dietiker Bodenleger sind eine halbe Million Euro zu wenig

Der Konflikt des 26-jährigen Behar Merlaku mit der Casinos Austria AG geht weiter: Beim Auftakt des Schadenersatz-Prozesses mit einem Streitwert von fünf Millionen Euro einigten sich die Parteien nicht auf einen Vergleich.

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Eine halbe Million - nein danke!

Eine halbe Million - nein danke!

Keystone

Der Schweizer, ein in Dietikon wohnhafter Bodenleger, will im März vergangenen Jahres an einem Automaten des Casinos in Bregenz den Jackpot geknackt und knapp 43 Millionen Euro gewonnen haben. Die Casinos Austria AG verweigerte bisher die Auszahlung des Betrags und beruft sich auf einen Softwarefehler. Die Verhandlung wurde vertagt und wird am 27. April fortgesetzt.

Da kein Vergleich zustande kam, legte das Gericht den Fahrplan für den weiteren Prozessverlauf fest. Am 27. April sind die Befragungen des Schweizers, seiner Partnerin sowie drei Mitarbeitern des Casinos geplant, die den vermeintlichen Gewinn miterlebten.

Technisches Gutachten

Ausserdem soll ein technisches Gutachten über den Automaten erstellt werden, anhand dessen sich möglicherweise der Ablauf des Spiels des Schweizers nachvollziehen lässt. Der Automat wurde am Tag nach dem vermeintlichen Jackpot-Gewinn vom Netz genommen und in eine Lagerhalle gestellt, wo er sich noch heute befindet.

Eine Expertise wurde bisher nicht angefertigt. Weitere zu klärende Fragen sind etwa, ob für den Spieler die lediglich auf Englisch auf dem Automaten aufgedruckten Spielbedingungen verständlich waren oder ob für ihn erkenntlich war, dass es sich bei der Gewinnsumme von knapp 43 Millionen Euro um einen Irrtum handeln musste.

Laut Casinos Austria AG beläuft sich der Höchstgewinn an einem solchen Automaten auf 4500 Euro. Der Anwalt des Schweizers erklärte, die Casinos Austria AG habe seinem Mandanten 500'000 Euro geboten, «dieser Betrag steht aber nicht zur Diskussion».