Kanton Zürich
Debattierwettbewerb: Schülerin der Kanti Limmattal schafft es ins Schweizer Finale

Beim Wettbewerb «Jugend debattiert» haben 16 Gymnasiasten aus dem Kanton Zürich für den Einzug in den Final in Bern debattiert.

Joël Decurtins
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Eine Limmattalerin hat es in den Finaleinzug nach Bern geschafft.

Eine Limmattalerin hat es in den Finaleinzug nach Bern geschafft.

Joël Decurtins

Gestern Vormittag waren fast alle Bänke der Aula des Gymnasiums Rämibühl besetzt. Am Zürcher Regionalfinal von «Jugend debattiert» nahmen 16 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus dem ganzen Kanton teil. Jeweils vier von ihnen standen für zirka 45 Minuten auf der Bühne, diskutierten über ein kontroverses Thema und stellten sich den Fragen aus dem Publikum. Währenddessen wurden sie von einer Jury kritisch beäugt. Diese musste bei jeder der vier Debatten einen Sieger küren.

Das Publikum lauschte gespannt den Worten der Debattierenden, die zu zweit entweder für oder gegen eine der vorab bestimmten Fragestellungen argumentierten. Meistens unterliessen es die Jugendlichen, sich gegenseitig ins Wort zu fallen. Gewagte Argumentationen wurden aber gekonnt entkräftet und zum Vorteil für die eigene Seite genutzt. Davon liessen sich die Debattierenden kaum aus der Fassung bringen und hielten weiterhin an ihrer Position fest. Besonders überzeugende Aussagen wurden vom Publikum mit Applaus belohnt.

Über Blasphemieverbot und E-Voting debattiert

Der nationale Final findet am 27. und 28. März in Bern statt. Unter den vier Finalteilnehmern aus Zürich befindet sich auch Mayara Erismann von der Kantonsschule Limmattal. Sie konnte die Jury durch ihre klar aufgebauten Argumentationen und die gute Sachkenntnis überzeugen. Bei der ersten Debatte, die sich um die Einführung von E-Voting in der Schweiz drehte, stand sie auf der Pro-Seite.

Erst zwei Tage vor dem Regionalfinale hatten die Teilnehmer erfahren, auf welcher Seite sie stehen würden und mussten in einigen Fällen gegen ihre eigentliche Meinung argumentieren. Bei Erismann war das nicht der Fall. Sie sprach sich auch nach der eigentlichen Debatte tendenziell eher für die Einführung des E-Votings aus. Es müsse jedoch ausreichend gegen Manipulationen geschützt sein.

Die Sieger der vorherigen Debatten diskutierten abschliessend über die Abschaffung des Blasphemieverbots. Erismann wurde der Seite der Abschaffungsgegner zugelost. Die Debattierenden stimmten nach der Diskussion überein, dass sich die Gesetzlage durch die Abschaffung nicht gross ändern würde. Siegerin des Regionalfinals wurde Celine Lorenz von der Kantonsschule Zürcher Oberland. Am Schweizer Final treffen die vier Debattierenden auf Kontrahenten aus allen Regionen der Schweiz.