Fussball 1. Liga

David-Luiz-Double schiesst drei Tore auf der Dornau: Dietikon verliert sein letztes Heimspiel des Jahres

In der 1. Liga verliert der FC Dietikon sein letztes Heimspiel des Jahres gegen einen effizienten SV Höngg mit 2:4.

Fussball «Wir haben heute gegen eine clevere Mannschaft verloren», fasste Dietikons Trainer João Paiva das Geschehene am vergangenen Samstag kurz und bündig zusammen.
Die Worte kann man durchaus so stehen lassen. Denn die junge Dietiker Mannschaft ist im Revierderby gegen Höngg nicht blindlings ins Verderben gerasselt; das wäre als Analyse zu kurz gegriffen. Es war aber der SV Höngg – der spielt immerhin bereits die dritte Saison in Folge in der 1. Liga –, der die Partie während der gesamten Spielzeit mehr oder weniger im Griff hatte.

Vor allem auf den Aussenpositionen hatten die Gastgeber immer wieder Mühe mit den robusten Angreifern der Höngger. Einer sorgte mit seinen Rushes dauernd für einen erhöhten Puls bei den Dietikern: der 21-jährige Schweiz-Brasilianer Marin Wiskemann. Der Höngger Mittelstürmer war nicht nur wegen seiner imposanten Haarpracht à la David Luiz ein Hingucker. Er spielte richtig gut Fussball und erzielte gleich drei Tore (27./71./90.). Vor Pascal Fornys zwischenzeitlichem 2:1-Führungstor in der 59. Minute holte Wiskemann clever jenen Freistoss heraus, der schliesslich zum Tor führte. «Der Gegner hatte einen Spieler in seinen Reihen, der heute den Unterschied ausmachte», brachte es FCD-Trainer Paiva auf dem Punkt.

Ein paar Fehler zu viel in der Defensive

Und die Dietiker? Im zweiten Spiel ohne ihren angeschlagenen Captain Raphael Meyer gaben sie zu keiner Sekunde klein bei, doch alle Moral war am Samstag zu wenig. In der Defensive machten sie ein paar Fehler zu viel, im Spielaufbau unterliefen ihnen immer wieder unerzwungene Fehler. Dass so gegen ein Team wie den SV Höngg nichts zu holen sein würde, war den Matchbesuchern an diesem herrlichen Herbstnachmittag rasch klar.

Und doch schnupperte der Liganeuling am Punktgewinn. Defensivstratege Leonardo Di Gregorio rasierte mit seinem Freistoss zwar nur die Querlatte (35.), doch Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte die knapp 170 Zentimeter grosse FCD-Wühlmaus Lulzim Aliu mittels Kopfball auf Vorlage von Milan Marjanovic den schmeichelhaften Ausgleich zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel allerdings übernahm Höngg wieder das Kommando und ging verdient mit 3:1 in Front.

«Unsere Stärke ist, dass wir nie aufgeben», diktierte Paiva schon des Öfteren in die Notizbücher der Journalisten. So war es auch gegen Höngg. Die Schluss-Viertelstunde gehörte den nimmermüden Gastgebern. In der 76. Minute drosch Aliu das Leder an die Lattenunterkante, vier Minuten später verwertete er eine Flanke von Di Gregorio zum 2:3 – erneut per Kopf. Und Sekunden nach dem Anschlusstreffer verpasste Innenverteidiger Adin Sljivar nach dem vierten Dietiker Eckball per Kopf nur knapp den Ausgleich.

Als der FCD alles nach vorne warf, kam es, wie es kommen musste. Höngg lancierte einen Konter, Wiskemann entwischte und liess sich vor Keeper Yassin Smach nicht zweimal bitten und erzielte seinen dritten persönlichen Treffer des Spiels zum Schlussresultat von 2:4 aus Sicht der Dietiker.

Sieben Teams innerhalb von vier Punkten

In der Tabelle kam es am Wochenende zum grossen Zusammenschluss. Eine Runde vor Saison-Halbzeit sind die Teams zwischen den Rängen 7 (Höngg) und 13 (Gossau) nur durch vier Punkte getrennt. Der FC Dietikon liegt vor seinem Gastspiel vom kommenden Samstag beim Tabellenzweiten Wettswil-Bonstetten (16 Uhr, Sportplatz Moos) mit 14 Punkten auf dem neunten Zwischenrang. Vor der Winterpause werden auch noch die ersten Rückrundenpartien ausgetragen. Am Samstag, 9. November, gastieren die Dietiker in einer Nachbargemeinde von Lugano beim FC Paradiso. In der Hinrunde hatte der FCD gegen Paradiso wegen zwei Treffern nach Standards verloren.

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