Schliern

Das zweite Zelgli-Brainstorming war hitzig und ging in die Tiefe

Man kam zum Schluss, dass die bevorzugte Route für den Alltagsverkehr durch die Engstringerstrasse führen müsste.

Man kam zum Schluss, dass die bevorzugte Route für den Alltagsverkehr durch die Engstringerstrasse führen müsste.

Die Teilnehmer des Workshops zur Zukunft des Schlieremer Zelgli-Quartiers haben die Arbeit der Planer unter die Lupe genommen.

Am Samstagvormittag haben sich rund 30 Personen getroffen, um zum zweiten Mal über die Zukunft des Schlieremer Quartiers Zelgli mit Stadtrat Stefano Kunz (CVP) und einem Team von Fachleuten zu diskutieren. Dabei vertieften die Debattierfreudigen sieben Themen, die am ersten Forum eingeführt worden waren.

Besonders hitzig wurde, wie dies auch nach dem ersten Treffen zu erwarten gewesen war, über die Zukunft der Engstringerstrasse diskutiert. Dabei hatte die Bevölkerung am letzten Forum Folgendes gewünscht: eine Tempo-30-Zone und keine Verbreiterung der Strasse. Vorgestern wägten die Teilnehmenden mehrere Möglichkeiten von Strassenquerschnitten mit unterschiedlichen Dimensionen von Trottoir, Fahrbahn und Velostreifen gegeneinander ab. Doch man kam zu keiner konkreten Lösung. Sobald Enteignungen zur Diskussion standen, stiess man auf Widerstand bei den Quartierbewohnern.

Wo sollen bloss die Velofahrer durch?

Thematisch eng verbunden damit war auch das Thema Velowege, da der Kanton den Auftrag hat, eine Veloverbindung zwischen Schlieren und Unterengstringen zu erstellen. Man kam zum Schluss, dass die bevorzugte Route für den Alltagsverkehr durch die Engstringerstrasse führen müsste. Dort wird somit entscheidend sein, welchen Querschnitt die Strasse bekommt. Eine zweite Möglichkeit würde durch das Naherholungsgebiet führen und wäre somit eher eine Freizeitstrecke.

Auch über den Abschnitt Feldstrasse wurde reichlich diskutiert. So sollen die Haltestelle Feldstrasse und die Querung beibehalten werden, jedoch wurde eine Optimierung vorgeschlagen: Die Einwohner wollen die Haltestelle verschieben und die Rohrstrasse mit einer Trottoirüberfahrt umgestalten.

Ein weiteres Thema war der Freiraum auf der Höhe der Bushaltestelle Talacker-Windegg, der auch im Stadtentwicklungskonzept II erwähnt ist. Hier diskutierte man über die Überquerung am Talacker und über Schulwegsicherheit: Die Anwesenden äusserten am Ende den Wunsch, dass der Übergang und die Parkplätze erhalten und der Spielplatz in der Nähe aufgewertet werden soll.

Über Spielplätze im ganzen Quartier wurde ebenfalls gesprochen. Es stellte sich heraus, dass es mehr davon braucht, diese jedoch an die jeweiligen Altersgruppen angepasst sein sollten. Die Anwohner überlegten auch, ob sie beim Fussballplatz ein Café wollen. Bei allen Ideen sollte jedoch stets die Sicherheit der Kinder im Fokus stehen.

Auch das Thema Freiraum und Naherholung wurde ganzheitlich im Quartier angeschaut. Die Schlussrunde zeigte, dass einige konkrete Ziele gesetzt wurden: So soll der Raum rund um die Schule mehr als Begegnungs- und Aufenthaltsort gefördert werden. Dies könne beispielsweise mit einem Café oder Spielbereich erreicht werden.

Die Bewohner wollen ernst genommen werden

Zu guter Letzt ging es auch darum, die aufgestellten Beurteilungskriterien, anhand derer die Ideen alle bewertet werden sollen, zu evaluieren.

Als Hauptkriterium stellte sich dabei heraus, dass die Bewohner des Zelgli-Quartiers im Zentrum stehen müssten. Die Akzeptanz der Bevölkerung steht gemäss den Anwohnern an oberster Stelle. Dem waren sich am Ende des Workshops alle Anwesenden einig.
«Mit dem heutigen Workshop wollten wir Wegweiser finden. Das heisst somit nicht, dass wir schon fertige Lösungen definiert haben», sagt Stefano Kunz am Ende des Workshops. Denn die Lösungsansätze müssten bei verschiedenen Instanzen auf ihre Machbar- und Bewilligungsfähigkeit geprüft werden. «Das kann also bedeuten, dass heute vielleicht verworfene Ideen unter Umständen wieder in Erwägung gezogen werden müssen», so Kunz weiter.

Bis im Sommer 2020 werden nun auf Basis der Rückmeldungen Umsetzungsvorschläge ausgearbeitet und dann in einem weiteren Workshop den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers präsentiert.

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