Das zweite Ja zur Fusion der Schulpsychologischen Dienste rechts der Limmat ist Tatsache: Die 39 Stimmberechtigten an der Versammlung der Oberstufenschulgemeinde Weiningen haben den Zusammenarbeitsvertrag am Mittwochabend einstimmig und diskussionslos genehmigt. «Wir sind überzeugt, dass das eine sehr gute Lösung ist», sagte Schulpflegepräsidentin Ingrid Donatsch. Als dritte im Bunde wird nun am Donnerstagabend die Versammlung der Gemeinde Weiningen über das Ansinnen abstimmen. In deren Ortsteil Fahrweid, im neuen Kindergartengebäude Föhrewäldli, soll der Schulpsychologische Dienst rechts der Limmat einziehen, sobald der Bau fertig ist. Nach aktuellem Stand soll es per 1. Januar 2019 so weit sein. Und bis spätestens 1. August 2019 soll der Zusammenarbeitsvertrag vollständig umgesetzt sein.

Ebenfalls diskussionslos und einstimmig nahm die Versammlung der Oberstufenschulgemeinde die Jahresrechnung an, die bekanntlich mit einem Minus von 760'000 Franken abschloss (die Limmattaler Zeitung berichtete) und das Eigenkapital neu auf 3,2 Millionen Franken sinken liess. Bruno Vogt, Finanzvorstand der Schulpflege, stellte die Rechnung vor – traditionsgemäss inklusive seiner Balkengrafik für den Mehrjahresvergleich. 2012 lag das Eigenkapital auf einem Hoch von rund 6,5 Millionen Franken. Seither nimmt es laufend ab.

Wechsel in der Schulpflege

Zum Schluss der Versammlung der Oberstufenschulgemeinde wurde Schulpfleger Samuel Bosshard mit Blumen und Applaus aus seiner Amtszeit verabschiedet. Er hat das Ressort Schulqualität inne und tritt per Ende des laufenden Schuljahres zurück. Seine Nachfolge ist bereits aufgegleist: Bisher gibt es eine Kandidatur und alles deutet darauf hin, dass es zu einer stillen Wahl kommt. Der Schulpflege kommt dies entgegen, weil es einen nahtlosen Übergang ermöglicht, indem das Amt aufs neue Schuljahr hin bereits besetzt ist. Eine – unwahrscheinliche – Kampfwahl würde hingegen erst im September stattfinden.

Schulpflegepräsidentin Ingrid Donatsch wies die Versammlung zudem darauf hin, dass 2018 die nächsten Gesamterneuerungswahlen stattfinden. «Wir gehen davon aus, dass eins bis zwei Personen zurücktreten werden», so Donatsch. Bereits werden Personen gesucht, die sich zur Verfügung stellen würden.

Situation für Rollstuhlfahrer auf dem Weininger Friedhof verbessert

Ebenfalls gewohnt zügig und einstimmig nahmen die 39 Stimmberechtigten die Jahresrechnung des Friedhofverbands Weiningen an. Danach nutzte der Weininger Gemeindepräsident Hanspeter Haug, der die Versammlung des Friedhofverbands führte, die Möglichkeit, den Anwesenden noch zwei Meldungen mit auf den Weg zu geben: So wurde beim Friedhof eine zusätzliche Hundeverbotstafel errichtet, da zuletzt vermehrt festgestellt wurde, dass trotz des geltenden Verbots Hunde mit auf den Friedhof genommen wurden. Zudem wurde ein Weg mit Betonplatten angelegt, sodass die Fortbewegung für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator erleichtert wurde – denn der Kiesweg bereitete so einige Schwierigkeiten.

Die Kreisgemeindeversammlung fand in der Gemeindescheune in Oetwil statt. Der Zufall wollte es, dass dies nun bereits die dritte Gemeindeversammlung in Oetwil innert acht Tagen war, nach der Versammlung der Politischen Gemeinde Oetwil von letzter Woche und der Versammlung der Primarschulgemeinde Oetwil-Geroldswil vom Dienstagabend.

Auch nicht stimmberechtigte Personen aus dem linken Limmattal fanden den Weg nach Oetwil: Der Schlieremer Stadtrat Pierre Dalcher war in seiner Funktion als Bezirkskirchenpflegepräsident zu Gast in der Oetwiler Gemeindescheune. Schliesslich gehört zur Kreisgemeindeversammlung auch die Versammlung der reformierten Kirchgemeinde Weiningen.

Das grosse Plus in der Kirchenrechnung hat einen Haken

Die hier noch 26 Stimmberechtigten genehmigten die Jahresrechnung 2016, die mit einem Plus von rund 1,45 Millionen Franken abgeschlossen hatte. Anke Hannemann, Finanzvorständin der Kirchenpflege nutzte die Gelegenheit, zu erklären, dass man dieses grosse Plus etwas relativieren muss, weil man von diesem Ergebnis noch 1,5 Millionen Franken abziehen könnte – so gross war nämlich ein Buchgewinn, der sich beim Pfarrhaus in Unterengstringen ergab. Ohne diesen Buchgewinn hätte ein Minus von 70‘000 Franken resultiert.

Dieses Bild stammt vom Einbau der neuen Kirchenorgel im Herbst 2016. Inzwischen ist klar: Die Nettoinvestition fiel kleiner aus als erwartet, dank eines grösseren Beitrags der Kantonalkirche.

Neue Orgel in der Kirche Weiningen

Dieses Bild stammt vom Einbau der neuen Kirchenorgel im Herbst 2016. Inzwischen ist klar: Die Nettoinvestition fiel kleiner aus als erwartet, dank eines grösseren Beitrags der Kantonalkirche.

Ebenfalls genehmigt wurde die Bauabrechnung zur neuen Orgel in der Weininger Kirche, die vergangenen November eingeweiht wurde – rund zehn Jahre nach Planungsbeginn. Die angefallene Nettoinvestition fiel hier kleiner aus als erwartet: nämlich rund 504‘000 Franken statt den geplanten 521‘000 Franken. Wichtigster Grund dafür war, dass die Kantonalkirche mit fast 64‘000 Franken einen um 30‘000 Franken höheren Betrag beisteuerte, als es die Weininger Kirchenpflege budgetiert hatte. So machte es denn auch nichts aus, dass während des Baus Mehrkosten entstanden, weil der Boden unter der alten Orgel in schlechterem Zustand als erwartet war und deshalb ersetzt werden musste, ebenso wie die alte elektrische Zuleitung.

Wie Peter Vögelin, Liegenschaftenvorstand der Kirchgemeinde, der Versammlung mitteilte, wird die Orgel nun über 20 Jahre hinweg abgeschrieben, zu einem jährlichen Betrag von rund 25‘000 Franken.

Wechsel in der Kirchenpflege

Zudem vermeldete Kirchenpflegepräsident Simon Plüer noch einen aktuellen Wechsel in der Kirchenpflege. Nachdem Kirchenpfleger Beat Schweizer per Ende 2016 zurücktrat und das Ressort Bildung und Animation vorerst vakant war, ist nun Schweizers Nachfolgerin Gabriela Stüssi seit dieser Woche ganz offiziell im Amt.

Zum Schluss der Kirchgemeindeversammlung meldete sich der Weininger Gemeindepräsident Hanspeter Haug nochmals zu Wort. Er dankte der Kirchenpflege respektive der Kirchgemeinde herzlich dafür, dass sie ihren Kirchentreff einigen Weininger Vereinen zur Verfügung stellt, da  diese zurzeit ihre angestammten Räume nicht benutzen können, weil im Weininger Schlössli Bauarbeiten laufen. Dort wird nämlich ein Lift eingebaut. Der Kredit dazu wurde im Dezember gesprochen.