Erst vor einem Jahr wurden Arbeiten auf dem Wüeriplatz abgeschlossen. Nun sind dort bereits wieder Bauarbeiter am Werk. Der Grund: Die Grundeigentümer Migros, Coop und die Immobilienfirma Reller AG haben der Bauunternehmung GGZ Gartenbau in Zürich den Auftrag erteilt, die gesamte Oberfläche zu erneuern. Es sei in nächster Zeit voraussichtlich die letzte Baustelle auf dem Zentrumsplatz, sagt Peter Siegrist, Leiter des Bauamts Birmensdorf.

Bereits mit dem Projekt «Flankierende Massnahmen auf der Ortsdurchfahrt Birmensdorf» (Flamabi), welches wegen dem Bau der Westumfahrung den Verkehrsraum im Dorf reduzierte, wurden Anfang 2014 der Treppenaufstieg und die Mauerabschlüsse bei der Bushaltestelle und beim Coop saniert. Dass der Boden erst jetzt an der Reihe ist, hat mehrere Gründe. Laut Siegrist waren die Pläne für eine Bodenerneuerung Anfang 2014 noch nicht so weit, dass eine Einigung mit den Grundeigentümern gefunden werden konnte. «Der bisherige Belag stammt aus verschiedenen Zeitepochen. Das widerspiegelt sich an den diversen unterschiedlichen Verbundsteinen und Teerbelägen, die nicht besonders schön daherkommen».

Gemeindeingenieur Hans-Peter Moser bezeichnet die Erneuerung des Platzes als «technisch nicht unbeträchtliche Herausforderung». Unter dem Platz sei eine Tiefgarage. «Da ist genaue Planung erforderlich», sagt Moser. Es wäre nicht sinnvoll gewesen zwei grosse Projekte wie Flamabi und die Sanierung des Wüeriplatzes zeitgleich zu realisieren. «Die Anpassung der Platzzugänge war zwar Bestandteil des Projektes Flamabi, doch machte dies die Sanierung des Zentrumplatzes nicht zwingend nötig», sagt Moser.

Kosten im Winter tiefer

Auch die Jahreszeit beeinflusste die bauliche Verzögerung, denn im Winter kosten gewisse Bauarbeiten tendenziell weniger. Obwohl die Wetterlage den Bau manchmal verzögert, seien Baufirmen froh, wenn sie Winterfüllarbeiten haben, sagt Moser. Das Verlegen von Verbundsteinen gehört zu den typischen Winterarbeiten, da es auch bei tiefer Temperatur erfolgen könne. Die Kosten für das Projekt schätzt er auf zirka 120’000 Franken, welche die Grundeigentümer übernehmen.

Unterschiedlich dicke Steine

Die neue, anthrazitfarbene Betonverbundsteinpflästerung ermöglicht, dass das Wasser besser ablaufen kann. Die Steine sind unterschiedlich dick, damit sie auf das Bauwerk passen und der ganze Platz an Stabilität gewinnt. «Schwere Fahrzeuge könnten den neuen Belag jetzt befahren», sagt Moser.

Laut Bauunternehmerin GGZ ist der Zugang zu den Läden, Wohn- und Geschäftshäusern jederzeit gewährleistet. Der Bauabschluss ist auf Ende Februar terminiert.