Dietikon
Das Wolfsmatt-Provisorium konnte günstiger gebaut werden

Die Stadt konnte das Mietprovisorium der Schule Wolfsmatt um 80'000 Franken günstiger bauen. Insbesondere wurde weniger Geld für Möbel ausgegeben.

Sibylle Egloff
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So sah es aus, als die "Wolfsmattika" gebaut wurde.

So sah es aus, als die "Wolfsmattika" gebaut wurde.

zvg

Seit Sommer 2016 unterrichten 15 Lehrpersonen fast 100 Schülerinnen und Schüler im Mietprovisorium des Schulhauses Wolfmatt. Die letzten Umgebungsarbeiten wurden im Mai 2017 abgeschlossen. Nun liegt die Bauabrechnung für den Containertrakt, der auch unter dem Namen «WolfsmAttika» bekannt ist, vor. Sie schliesst um rund 80 000 Franken günstiger ab als im Voranschlag erwartet.

Die baulichen Vorleistungen, die Erstellung, die Umgebungsarbeiten sowie die Ausstattung des Provisoriums kosteten rund 1,18 Millionen Franken. Ende 2015 hatte der Gemeinderat einen Kredit von rund 1,26 Millionen Franken bewilligt. Die Abweichung beträgt minus 6,4 Prozent.

Verzicht auf Vorhänge

Für die Kreditunterschreitung gibt es mehrere Gründe. Dazu gehörten etwa die günstige Vergabe bei den Baumeisterarbeiten, der Verzicht auf ein Eingangspodest und auf Vorhänge sowie die Tatsache, dass die Reserve für Unvorhergesehenes in der Höhe von rund 20 000 Franken nicht beansprucht worden sei, erklärt der Stadtrat. Die Wahl einer Standard- statt einer Spezialfarbe für die Oberflächenbehandlung habe ebenso zu dem günstigeren Ergebnis geführt.

Am meisten ins Gewicht fallen aber die Minderkosten für Möbel und Einrichtung in Höhe von rund 146 000 Franken. Im Voranschlag sei man von deutlich höheren Kosten ausgegangen. Hinzu käme, dass man bei Einbauschränken und Fensterarbeitsplätzen habe einsparen können, schreibt der Stadtrat weiter.

Die Bauabrechnung weist aber nicht nur Minder- sondern auch Mehrkosten auf. So etwa für die Erstellung eines Kickboardständers oder eines Handlaufs entlang eines steilen Wegs zur Erhöhung der Sicherheit. Ebenso erwiesen sich die Gärtnerarbeiten als umfangreicher. Zudem schlugen die Kosten für Baubewilligungen mit 13'000 Franken mehr zu Buche. Für Mehrkosten sorgten auch Planungs- und Koordinationsarbeiten der Architekten, die wiederholt durchgeführt werden mussten.

Das zweistöckige Provisorium mit sechs Schulzimmern dient den Schülern und Lehrpersonen mindestens fünf Jahre als Ausweich-Quartier, bis die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten im Schulhaus Wolfmatt beendet sind. Die Bauabrechnung muss nun noch vom Dietiker Gemeinderat genehmigt werden. Sie steht am 7. Juni auf der Traktandenliste.

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